Die Grünen legen einen neuen, dreiteiligen Plan vor, um die explodierenden Energiepreise in Österreich zu drosseln. Der Anspruch: Nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch die Inflation insgesamt abbremsen. Dabei spart man nicht mit Kritik an der aktuellen Regierung.
Spitze gegen die Regierung
Während die Bundesregierung laut den Grünen „nichts außer Ankündigungen“ liefert und die Inflation die Menschen immer stärker belastet, prescht Klubobfrau Leonore Gewessler mit einem konkreten Vorschlag vor. „Jeder Bäcker braucht Energie, um Brot zu backen. Und jede Molkerei braucht Energie, um Butter zu produzieren. Es ist völlig klar: Ohne Energie geht nichts“, so Gewessler überzeugt. „Machen wir die Energie günstiger, dann können wir auch die Teuerung in anderen Bereichen stoppen.“
Ihr 3-Punkte-Plan soll sozial gerecht, wirtschaftlich vernünftig und klimafreundlich sein. AustriaAktuell.at präsentiert die Details:
1. Übergewinne für Menschen, nicht Budgets
Der erste und wohl schärfste Punkt ist die Forderung nach dem Abschöpfen der Übergewinne von Energieversorgern, die sich im Landeseigentum befinden. Die Grünen fordern von den Landeshauptleuten, die Gewinne nicht zur „Aufbesserung der Landesbudgets“ per Dividenden zu nutzen, sondern dafür zu sorgen, dass „die Menschen und Betriebe weniger für ihren Strom bezahlen“.
Diese Forderung hatte zuletzt für Aufsehen gesorgt, als der Tiroler SPÖ-Politiker Georg Dornauer wegen der Unterstützung eines solchen Vorstoßes aus seiner Partei ausgeschlossen wurde.
2. Netzausbau – Fit für die Zukunft
Punkt zwei sieht die Schaffung eines Netzausbaufonds vor. Dieser soll eine gerechte Kostenverteilung für den dringend notwendigen Netzausbau garantieren und das Vorankommen beschleunigen. Die Logik dahinter: „Wasser, Wind und Sonne schenken uns den günstigsten Strom ohne Rechnung aus Moskau.“
Neben der Energiewende soll dies auch den Wirtschaftsstandort stärken und Unternehmen mehr Planungssicherheit bieten.
3. Energiegesetze endlich beschließen
Zu guter Letzt drängen die Grünen auf Tempo bei zentralen Gesetzesvorhaben. „Die Regierung verzögert seit Monaten zentrale Gesetze für den Ausbau von erneuerbarer Energie,“ kritisiert Gewessler. Dies bremse Investitionen, koste Arbeitsplätze und verlängere den Weg zu günstiger, heimischer Energie. Es brauche jetzt rasche Verhandlungen und eine dringende Einigung, um die heimische Stromproduktion zu steigern.
Die Grünen positionieren sich mit ihrem 3-Punkte-Plan als entschlossene Kraft gegen die Teuerung und werfen der Regierung Verzögerungstaktik vor. Klubobfrau Gewessler fasst zusammen: „Die Menschen erwarten sich Lösungen statt Ankündigungen. Unser Plan ist klar: Gewinne der Energieunternehmen für Entlastung nutzen, das Netz fit für die Zukunft machen und endlich die Energiegesetze beschließen. Das wäre gut für die Wirtschaft, gut gegen die Inflation und gut fürs Klima.“
Quelle „heute.at“
Grüne Energie – Günstiger Preis, saubere Zukunft!
