In der besinnlichen Stillnacht kam es im steirischen Kindberg zu einem gefährlichen Zwischenfall. Während die meisten Menschen den Christtag feiernd oder schlafend verbrachten, riss ein schriller Alarm die Bewohner eines Mehrparteienhauses im Stadtgebiet jäh aus den Federn. Gegen 02:00 Uhr morgens am Donnerstag verwandelte sich das Gebäude in einen Schauplatz für einen massiven Rettungseinsatz.
Flammen im Stiegenhaus

Ausgelöst wurde der Einsatz durch eine starke Rauchentwicklung, die sich rasch im gesamten Gebäude ausbreitete. Als die ersten Streifen der Polizei am Einsatzort eintrafen, hatten die Löscharbeiten bereits begonnen. Im Inneren des Hauses hielten sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs insgesamt 21 Personen auf. Die dichten Rauchmassen schnitten einigen Bewohnern den Fluchtweg ab, was die Lage vor Ort dramatisch zuspitzte.

Drei Personen, die im dritten Obergeschoß eingeschlossen waren, konnten nicht mehr selbstständig fliehen. Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mussten sie mittels Leitern über die Außenfassade aus der Gefahrenzone retten. Die restlichen Bewohner schafften es gerade noch rechtzeitig, das Gebäude über das Stiegenhaus zu verlassen, bevor der Rauch die Sicht und Atmung vollständig blockierte.

Ursache und Schadensbilanz

Die Ermittlungen zur Brandursache starteten unmittelbar nach dem Löschen der Flammen gegen 02:50 Uhr. Ein hinzugezogener Brandermittler stellte fest, dass eine brennende Kerze oder Laterne das Unheil auslöste. Diese war im obersten Stockwerk des Stiegenhauses auf einer Kunststoffbox abgestellt worden. Durch die enorme Hitzeentwicklung fing der Kunststoff Feuer und erzeugte den massiven, schwarzen Qualm.

Obwohl der Sachschaden im Stiegenhaus erheblich ist und die genaue Schadenssumme noch ermittelt werden muss, gibt es eine erleichternde Nachricht. Weder Menschen noch Tiere kamen bei diesem nächtlichen Brandereignis zu Schaden. Das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte verhinderte eine Katastrophe am Weihnachtsmorgen.

Ein Großaufgebot an Helfern

Die Dimension des Einsatzes war beachtlich. Rund 70 Einsatzkräfte der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren waren vor Ort, um die Flammen zu bändigen und die Evakuierung sicherzustellen. Unterstützung erhielten sie vom Roten Kreuz, das mit mehreren Sanitätern, einem Notarzt und einem Einsatzleiter die medizinische Erstversorgung und Betreuung der evakuierten Bewohner übernahm.

Dieser Vorfall in Kindberg zeigt eindringlich, wie schnell festliche Dekoration in eine lebensgefährliche Gefahr umschlagen kann. Dank der professionellen Koordination zwischen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst konnte Schlimmeres verhindert werden, sodass die Bewohner trotz des Schocks den weiteren Christtag in Sicherheit verbringen durften.

Quelle „heute.at“

Österreich aktuell informiert und sicher.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert