Ein entsetzliches Unglück erschüttert den Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana. In der Nacht auf Donnerstag verwandelte sich die exklusive Bar „Le Constellation“ binnen Sekunden in ein Inferno. Gegen 01:30 Uhr riss eine heftige Explosion die Gäste aus der Feierstimmung und löste eine der schwersten Katastrophen in der jüngeren Geschichte der Schweiz aus.
Bundespräsident unter Schock
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin trat am Donnerstagabend mit sichtlich bewegter Miene vor die Presse. Er sprach von einer der schlimmsten Tragödien, die das Land je ereilt haben. Als Zeichen der Trauer und des Respekts gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen verkündete Parmelin zudem, dass er in diesem Jahr auf seine traditionelle Neujahrsansprache verzichten werde.
Bilanz des Schreckens
Die Zahlen, die die Kantonspolizei veröffentlichte, sind erschütternd. Mindestens 40 Menschen verloren in den Flammen oder durch die Wucht der Detonation ihr Leben. Weitere 115 Personen wurden verletzt, viele von ihnen lebensgefährlich. Die Identifizierung der Opfer gestaltet sich schwierig und wird laut Behörden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen. Italiens Außenminister Antonio Tajani lieferte unterdessen noch dramatischere Zahlen und sprach unter Berufung auf eigene Informationen von bis zu 47 Toten, darunter 16 vermisste italienische Staatsbürger.
Großaufgebot der Rettungskräfte
Trotz der schnellen Reaktion – die ersten Einheiten trafen bereits zwei Minuten nach dem Notruf ein – konnten die Einsatzkräfte das Ausmaß nicht verhindern. Insgesamt waren 150 Retter, 40 Ambulanzen und 13 Hubschrauber im Einsatz, um die Verletzten in Spezialkliniken zu transportieren. Während 60 Schwerverletzte im Spital in Sitten behandelt werden, wurden zahlreiche Patienten aufgrund der Schwere ihrer Brandverletzungen in spezialisierte Zentren im In- und Ausland verlegt.
Rätsel um die Ursache
Die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud leitet die Untersuchungen. Aktuell verfolge man mehrere Hypothesen. Die zentrale Theorie der Ermittler besagt, dass zunächst ein Brand in einem Raum ausbrach, der kurz darauf die gewaltige Explosion auslöste. Ob Brandschutzbestimmungen missachtet wurden, ist derzeit Gegenstand der Prüfung.
Tödliche Wunderkerze als Auslöser
Eine Zeugenaussage gegenüber dem Sender BFMTV sorgt für besonderes Aufsehen. Eine Besucherin berichtete, dass eine brennende Wunderkerze, die traditionell an einer Champagnerflasche befestigt durch den Club getragen wurde, die Deckenverkleidung entzündet haben könnte. Die Ermittlungsbehörden halten sich zu diesem Detail noch bedeckt, prüfen den Bericht jedoch mit Hochdruck.
Die Katastrophe von Crans-Montana lässt eine Nation in tiefer Trauer zurück. Während die medizinische Versorgung der 115 Verletzten oberste Priorität hat, rückt die Frage nach der strafrechtlichen Verantwortung in den Fokus. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass eine einfache Wunderkerze die Ursache für 40 Todesopfer war, wird dies die Sicherheitsdebatte in der Gastronomie nachhaltig verändern.
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