Ein tragischer Vorfall erschüttert den 19. Wiener Gemeindebezirk. In einem Pensionistenheim in Döbling wurde am frühen Dienstag nachmittag eine 87-jährige Bewohnerin leblos in ihrem Zimmer aufgefunden.
Was zunächst wie ein natürlicher Todesfall in einer Senioreneinrichtung hätte wirken können, entwickelte sich binnen weniger Stunden zu einem Kriminalfall, der nun die Mordermittler der Bundeshauptstadt beschäftigt.
Fund der Leiche im Seniorenheim
Die Mitarbeiter der Einrichtung entdeckten die betagte Frau gegen 13:45 Uhr in ihrer Wohneinheit. Sofort alarmierte Rettungskräfte konnten nur noch den Tod der Seniorin feststellen. Doch bereits vor Ort stießen die Beamten der Polizei auf eine Spurenlage, die Fragen aufwarf. Da ein Fremdverschulden unmittelbar nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde der Tatort abgesperrt und die Spurensicherung angefordert.
Obduktionsergebnis bestätigt Gewaltverbrechen
Um Klarheit über die Todesursache zu erlangen, ordnete die Staatsanwaltschaft Wien eine gerichtsmedizinische Obduktion an. Diese wurde in den späten Abendstunden durchgeführt. Das vorläufige Ergebnis des Gutachters liegt nun vor und lässt kaum Spielraum für Zweifel: Die Experten gehen eindeutig von einem Tötungsdelikt aus. Die 87-Jährige kam gewaltsam ums Leben.
Landeskriminalamt Wien übernimmt Ermittlungen
Nach dem Obduktionsbericht hat das Landeskriminalamt Wien die weitere Bearbeitung des Falls übernommen. Die Ermittler stehen derzeit vor der Aufgabe, das Umfeld des Opfers zu durchleuchten und mögliche Tatmotive sowie Tatverdächtige zu identifizieren. Der Fokus liegt dabei auf der Rekonstruktion der letzten Stunden im Leben der Frau und der Frage, wer Zugang zu ihrem Zimmer hatte.
Stillschweigen über weitere Details
Zum jetzigen Zeitpunkt halten sich die Behörden mit weiteren Informationen bedeckt. Da sich die Ermittlungen in einem sehr frühen und sensiblen Stadium befinden, werden keine Angaben zur genauen Todesart oder zu potenziellen Tatwaffen gemacht. Diese Zurückhaltung dient laut Polizei dazu, den Erfolg der laufenden Erhebungen nicht zu gefährden und kein Täterwissen vorzeitig preiszugeben.
Der gewaltsame Tod einer wehrlosen 87-jährigen Frau in einer geschützten Umgebung wie einem Pensionistenheim sorgt für große Bestürzung. Während Döbling als ruhiger Bezirk gilt, zeigt dieser Vorfall die bittere Realität eines mutmaßlichen Verbrechens hinter verschlossenen Türen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die akribische Arbeit des Landeskriminalamts rasch zu einem Fahndungserfolg führt.
Quelle „LPD Wien“
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