Die Steiermark steht unter Schock. In einer Wohnsiedlung in Leoben ereignete sich am Freitagnachmittag eine Tat, die sprachlos macht.

Eine 39-jährige Frau steht im dringenden Verdacht, ihren elfjährigen Sohn in der gemeinsamen Wohnung getötet zu haben. Während die Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) Steiermark Spuren sichern, kommen immer grausamere Details ans Licht.

Blutige Entdeckung am Murufer

Der Einsatz begann gegen 15:00 Uhr zunächst als medizinischer Notfall. Die Rettungskräfte wurden zu einer Wohnung am linken Murufer gerufen, unweit des Landeskrankenhauses Leoben. Die ursprüngliche Meldung lautete auf eine verletzte Frau. Doch beim Betreten der Räumlichkeiten bot sich den Beamten und Sanitätern ein Bild des Grauens. In der Wohnung lag der elfjährige Bub, für den jede Hilfe zu spät kam.

Grausame Details zur Tat

Erste Erkenntnisse zeichnen ein düsteres Bild des Geschehens. Der Junge wies massive Schnittverletzungen im Halsbereich auf. Berichten zufolge soll die Mutter ihrem eigenen Kind die Kehle durchschnitten haben. Die mutmaßliche Täterin wies ebenfalls Verletzungen auf, die sie sich nach derzeitigem Ermittlungsstand jedoch selbst zugefügt haben dürfte. Die 39-Jährige wurde noch am Tatort festgenommen und befindet sich in polizeilichem Gewahrsam.

Fassungslosigkeit in der Nachbarschaft

In der großen Siedlung herrscht Totenstille, unterbrochen nur von den Funkgeräten der Spurensicherung. Zahlreiche Anrainer versammelten sich hinter den Absperrbändern, viele von ihnen kämpften mit den Tränen. Eine Nachbarin schilderte, dass sie lediglich die herannahenden Sirenen und das Blaulicht bemerkt habe, von einer drohenden Gefahr habe niemand etwas geahnt. Die Bestürzung über den gewaltsamen Tod des Kindes sitzt tief.

Ermittlungen zum Tatmotiv laufen

Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen. Die Tatortgruppe untersuchte bis in die Nacht hinein die Wohnung, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Das Motiv der 39-jährigen Mutter liegt derzeit noch völlig im Dunkeln. Bisher gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was die Frau zu dieser verzweifelten Tat getrieben haben könnte. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion des Leichnams angeordnet.

Der gewaltsame Tod des elfjährigen Jungen in Leoben hinterlässt eine Lücke und viele offene Fragen. Während die Justiz die Hintergründe der Tat klärt, bleibt eine zutiefst erschütterte Nachbarschaft zurück. Es ist eine Tragödie, die zeigt, wie nah unfassbares Leid und bürgerlicher Alltag beieinander liegen können.

Quelle“heute.at“

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Von admin

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