Was als Routineübung der Wiener Polizei begann, endete am Rollerdamm in Floridsdorf mit einem massiven Schlag gegen den lokalen Drogenhandel.

Eine Polizeidrohne, die am Ufer der Neuen Donau eigentlich nur zu Testzwecken in der Luft war, lieferte den Beamten plötzlich Live-Bilder eines kriminellen Schauplatzes, der ohne die Unterstützung aus der Luft wohl unentdeckt geblieben wäre.

Verdächtige Erdarbeiten im Unterholz

Während des Übungsfluges geriet ein nahegelegenes Waldstück in den Fokus der Drohnenpiloten. Die hochauflösenden Kameras übertrugen verdächtige Bewegungen direkt auf die Monitore der Einsatzkräfte. Mehrere Personen hielten sich in dem Dickicht auf und schienen gezielt Gegenstände aus dem Boden auszugraben. Das ungewöhnliche Verhalten im Unterholz löste umgehend einen koordinierten Polizeieinsatz aus.

Zugriff am Rollerdamm

Die Leitstelle beorderte sofort zusätzliche Unterstützung zum Einsatzort, darunter Einheiten der Wiener Diensthundestaffel. Den Beamten gelang es, die Lage schnell unter Kontrolle zu bringen und insgesamt zehn Personen anzuhalten. Unter den Verdächtigen befand sich auch der Lenker eines Fahrzeugs, das offenbar als Transportmittel für die illegale Ware diente.

Spürnasen im Einsatz

Um die im Waldboden versteckten Substanzen lückenlos aufzuspüren, suchten die Diensthunde das Areal akribisch ab. Mit Erfolg: Die Vierbeiner schlugen an mehreren Stellen an, woraufhin die Polizisten eine unbestimmte Menge an Suchtmitteln sicherstellen konnten. Neben den Drogen beschlagnahmten die Ermittler bei den Verdächtigen zudem eine größere Summe Bargeld, die mutmaßlich aus vorangegangenen Verkäufen stammte.

Geständnisse und Festnahmen

Die anschließenden Vernehmungen brachten Licht ins Dunkel der Hierarchien. Ein 42-jähriger Fahrzeuglenker, dessen Staatsangehörigkeit derzeit noch ungeklärt ist, wurde als Käufer identifiziert. Ebenso geständig zeigte sich ein 29-jähriger Afghane, der angab, Suchtmittel erworben zu haben. Als Drahtzieher des Deals konnten drei mutmaßliche Verkäufer ausgeforscht werden. Die drei afghanischen Staatsbürger im Alter von 24, 31 und 37 Jahren wurden festgenommen und befinden sich in Gewahrsam.

Dieser Vorfall unterstreicht die wachsende Bedeutung moderner Technik in der Kriminalitätsbekämpfung. Dass ein simpler Übungsflug zur Zerschlagung einer Dealer-Gruppe führte, zeigt, dass der öffentliche Raum in Wien – ob zu Lande oder aus der Luft – lückenlos überwacht wird. Während die beiden Käufer auf freiem Fuß angezeigt wurden, warten die drei Hauptverdächtigen nun auf ihr Verfahren.

Quelle „heute.at“

Wien im Visier – Sicherheit durch Technik.

Von admin

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