Der Jänner bringt ein kräftiges Aufatmen für Österreichs Haushalte. Nach einer aktuellen Schnellschätzung der Statistik Austria ist die Inflationsrate auf 2,0 Prozent gefallen.

Damit erreicht die Teuerung den niedrigsten Stand seit Ende 2024 und halbiert sich im Vergleich zum Dezember des Vorjahres fast. Für die Bundesregierung ist dieser Wert weit mehr als nur eine Statistik – er wird als Bestätigung ihrer wirtschaftspolitischen Strategie gefeiert.

Energiepreise als Treiber des Rückgangs

Maßgeblich für die Entspannung an der Preisfront ist die Entwicklung im Energiesektor. Während der Jahresbeginn 2025 noch durch das Auslaufen der Strompreisbremse und entsprechende Basiseffekte geprägt war, zeigt der Trend nun nach unten. Preisrückgänge bei Strom, Gas, Heizöl und Treibstoffen entlasten die Konsumenten spürbar. Ein Blick auf die Indexstände verdeutlicht die Dynamik: Das Preisniveau sank von Dezember 2025 auf Jänner 2026 voraussichtlich um 0,7 Prozent.

Kanzler erreicht gesetzte Zielmarke

Bundeskanzler Christian Stocker hatte die 2-Prozent-Marke bereits frühzeitig als politisches Ziel definiert. Dass dieser Wert nun punktgenau erreicht wurde, stärkt die Position der Koalition. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) betonte in einer ersten Reaktion, dass die aktuelle Entwicklung den Menschen wieder mehr Luft zum Atmen gebe. Die Regierung sieht darin einen Beweis, dass die gesetzten Maßnahmen zur Preisdämpfung im Markt angekommen sind.

Neos fordern strukturelle Fortsetzung

Auch der Koalitionspartner zeigt sich zufrieden, mahnt jedoch zur Wachsamkeit. Außenministerin und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger bezeichnete die 2 Prozent als wichtiges Etappenziel für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich. Die Entlastung der Haushalte bringe positive Impulse für die gesamte Wirtschaft. Generalsekretär Douglas Hoyos ergänzte, dass man sich auf diesen Zahlen nicht ausruhen dürfe. Es brauche weiterhin konsequente strukturelle Reformen und mehr Wettbewerb, um die Stabilität langfristig abzusichern.

SPÖ pocht auf Erfolg der Preisbremsen

Vizekanzler Andreas Babler sieht den Rückgang vor allem in den spezifischen Eingriffen der SPÖ begründet. Er hob insbesondere den Mietpreis-Stopp hervor, der den Preistreibern im Wohnbau einen Riegel vorgeschoben habe. Auch das Günstiger-Stromgesetz sowie die Senkung der Energieabgaben seien zentrale Pfeiler dieses Erfolgs. Finanzminister Markus Marterbauer unterstrich zudem, dass der Rückgang deutlich über bloße statistische Effekte hinausgehe und eine echte Trendwende darstelle.

Die Rückkehr zur 2-Prozent-Marke ist ein politischer Befreiungsschlag für die Bundesregierung. Durch das Zusammenspiel von sinkenden Energiepreisen und staatlichen Eingriffen wie dem Mietpreis-Stopp scheint der enorme Druck der letzten Jahre vorerst gebrochen. Ob die Stabilität von Dauer ist, wird davon abhängen, ob die geforderten strukturellen Reformen auch bei künftigen Preisschwankungen am Weltmarkt standhalten.

Quelle „heute.at“

Österreich atmet auf: Gemeinsam für stabile Preise.

Von admin

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