Das Österreichische Bundesheer meldet für das vergangene Jahr eine beeindruckende Bilanz in der Personalentwicklung.
Trotz zahlreicher Pensionierungen und Kündigungen gelang es der Verteidigungsinstanz, die Reihen signifikant zu schließen und auszubauen. Mit einem Plus von fast 700 Mitarbeitern trägt die groß angelegte Rekrutierungswelle Früchte.
Rekordmarke durch Mission Vorwärts
Im Rahmen der strategischen Offensive „Mission Vorwärts“ verzeichnete das Heer im Jahr 2025 insgesamt 3.039 Neuaufnahmen. Dem standen 2.344 Abgänge gegenüber, was unter dem Strich einen Nettozuwachs von 695 Personen bedeutet. Dieser Trend markiert eine Trendwende in der personellen Aufstellung und unterstreicht die wachsende Attraktivität des Dienstes an der Waffe sowie im zivilen Sektor.
Fokus auf Mensch und Technik
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont, dass moderne Ausrüstung allein nicht ausreiche. Laut Tanner stellt die „Mission Vorwärts“ den Menschen ins Zentrum, da das beste Gerät ohne qualifiziertes Personal wirkungslos bleibe. Der Zuwachs sei ein klares Signal für die Sicherheit Österreichs sowie den Schutz von Demokratie und Neutralität. Besonders die Führungskompetenz innerhalb der Truppe werde durch die neuen Kräfte nachhaltig gestärkt.
Zuwachs bei Soldaten und Zivilisten
Die detaillierten Zahlen belegen den Aufschwung in allen Bereichen. Bei den Soldaten stehen 1.776 Aufnahmen lediglich 1.372 Abgängen gegenüber, was ein Plus von 404 Einsatzkräften ergibt. Auch der zivile Apparat wuchs um 291 Mitarbeiter. Ein besonders erfreuliches Bild zeigt sich bei den Lehrlingen: 105 junge Menschen starteten ihre Ausbildung, wobei ein Netto-Plus von 79 Lehrlingen verbleibt. Die Schwerpunkte der Ausbildung lagen hier vor allem in technischen Berufen in der Steiermark, Wien und Oberösterreich.
Regionale Schwerpunkte der Offensive
Der Personalboom verteilt sich über das gesamte Bundesgebiet, zeigt jedoch in einzelnen Bundesländern besonders starke Ausschläge. Niederösterreich führt die Statistik mit einem Nettozuwachs von 206 Personen an. In der Steiermark konnte ein Plus von 70 Mitarbeitern verbucht werden, während Kärnten einen Zuwachs von 66 Personen verzeichnete. Auch militärische Schlüsselstellen wie die Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg meldeten positive Zahlen mit 32 zusätzlichen Kräften im Vergleich zum Vorjahr.
Stabile Entwicklung an den Standorten
Selbst kleinere Standorte profitieren von der aktuellen Dynamik. In der burgenländischen Montecuccoli-Kaserne überstiegen die 45 Neuaufnahmen die 19 Abgänge deutlich, was zu einem Zuwachs von 26 Personen führte. Diese flächendeckende Stärkung der Standorte sichert die regionale Präsenz des Bundesheeres und festigt die Einsatzbereitschaft in der Fläche.
Das Jahr 2025 markiert für das Bundesheer einen personellen Befreiungsschlag. Durch die gezielte Kampagne „Mission Vorwärts“ konnte der Personalstand trotz natürlicher Fluktuation spürbar angehoben werden. Besonders die Mischung aus militärischem Nachwuchs, ziviler Expertise und einer starken Lehrlingsoffensive sichert die Zukunftsfähigkeit der Landesverteidigung.
Quelle“heute.at“
Schutz und Hilfe für Österreich.