Am Montagabend ereignete sich im Wiener Bezirk Döbling ein schwerer Verkehrsunfall, der den Bahn- und Straßenverkehr stundenlang lahmlegte.
Ein Lkw und ein Zug der ÖBB kollidierten im Bereich der Kuchelauer Hafenstraße. Wir haben die Details und Hintergründe zum Unfallhergang geprüft.
Kollision an der Stadtgrenze
Gegen 17:45 Uhr kam es zwischen dem Bahnhof Nußdorf und Klosterneuburg-Weidling zu dem fatalen Zusammenstoß. Ein Lkw überquerte die Gleise, als ein herannahender Zug das Fahrzeug rammte. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass der Laster schwer beschädigt und der Lenker aus der Kabine katapultiert wurde. Die Wiener Berufsfeuerwehr und die Berufsrettung Wien waren binnen Minuten mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle.
Rettungseinsatz und Verletzte
Der 59-jährige Lkw-Fahrer trug schwerste Verletzungen davon. Nach der Erstversorgung durch die Notfallsanitäter wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber direkt in den Schockraum eines Wiener Krankenhauses geflogen. Laut aktuellen Informationen der Pressestelle ist sein Zustand den Umständen entsprechend stabil. Ein Passagier im Zug erlitt leichte Verletzungen und wurde ebenfalls medizinisch versorgt. Die restlichen Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon.
Verkehrschaos und Sperren
Die Bahnstrecke zwischen Wien Heiligenstadt und Tulln an der Donau musste für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Die ÖBB richteten umgehend einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein, wobei Pendler Verzögerungen von bis zu 45 Minuten in Kauf nehmen mussten. Auch auf der Klosterneuburger Straße kam es zu massiven Rückstaus, da die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle nur wechselweise einspurig befahrbar war. Erst gegen 21:00 Uhr konnte die Strecke nach den Bergungsarbeiten durch die Feuerwehr wieder freigegeben werden.
Ursachenforschung läuft
Wie es genau dazu kam, dass sich der Lkw zum Zeitpunkt der Zugdurchfahrt auf den Gleisen befand, ist derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Ob ein technischer Defekt an der Schrankenanlage oder menschliches Fehlverhalten vorlag, wird durch Sachverständige geprüft. Fest steht, dass die Rettungskette lückenlos funktionierte und Schlimmeres verhindert werden konnte.
Der Unfall in Döbling zeigt erneut die Gefahren an Eisenbahnkreuzungen auf. Dank des schnellen Eingreifens der Wiener Einsatzkräfte konnte der schwer verletzte Lkw-Lenker stabilisiert werden. Während die Infrastruktur wiederhergestellt ist, bleibt die Mahnung zur besonderen Vorsicht im Gleisbereich bestehen.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell: Damit Sie wissen, was das Land bewegt.