Ein lodernder Innenhof und dichte Rauchschwaden hielten Wien-Favoriten am späten Samstagabend in Atem.
In der Nähe des Reumannplatzes spielten sich dramatische Szenen ab, als die Berufsfeuerwehr Wien zu einem Großeinsatz ausrücken musste. Während die Gerüchteküche in sozialen Netzwerken oft schnell hochkocht, liefert der Faktencheck die harten Fakten zu dieser Brandnacht.
Der Alarm am Reumannplatz
Gegen 23:00 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Einsatzzentrale ein. Zeugen meldeten eine weithin sichtbare Rauchsäule, die über einem Mehrparteienhaus aufstieg. Die Lage vor Ort war kritisch: Ein Feuer war im Innenhof ausgebrochen und drohte, den Bewohnern den Fluchtweg abzuschneiden. Die Berufsfeuerwehr Wien löste umgehend Alarmstufe 2 aus, um das Übergreifen der Flammen auf die Wohntrakte zu verhindern.
Rettung unter Atemschutz
Da der dichte Brandrauch bereits in das Stiegenhaus eingedrungen war, saßen mehrere Personen in ihren Wohnungen fest. Die Einsatzkräfte handelten schnell. Während ein Teil der Mannschaft die Brandbekämpfung im Hof übernahm, retteten die Florianis Bewohner mittels Drehleiter direkt über die Fenster. Andere Mieter wurden mit speziellen Fluchtfiltermasken durch das verrauchte Gebäude in Sicherheit gebracht.
Die medizinische Bilanz
Die Berufsrettung Wien war mit zahlreichen Teams vor Ort, um die Evakuierten zu sichten. Insgesamt acht Personen erlitten Verletzungen. Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung vor Ort wurden alle acht Patienten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser transportiert. Die schnelle Reaktion der Rettungskräfte verhinderte hier Schlimmeres.
Ursache noch ungeklärt
Obwohl das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte, bleibt eine entscheidende Frage offen: Warum brannte es im Innenhof? Die Pressestelle der Berufsfeuerwehr Wien bestätigt, dass die Ermittlungen zur Brandursache derzeit noch laufen. Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien werden das Areal untersuchen, um festzustellen, ob technische Defekte oder Fremdeinwirkung das Inferno auslösten.
Der Großeinsatz in Favoriten zeigt erneut, wie gefährlich die Rauchentwicklung bei Hofbränden für die Bewohner von Hochhäusern sein kann. Dank des koordinierten Einsatzes von Feuerwehr und Rettung konnten alle eingeschlossenen Personen befreit werden. Acht Verletzte sind die traurige Bilanz einer Nacht, die für viele Wiener am Reumannplatz mit einem Schock endete.
Quelle „heute.at“
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