Die Bundesregierung setzt trotz des strikten Sparkurses ein klares Zeichen für den Arbeitsmarkt. Wer über das gesetzliche Pensionsalter hinaus aktiv bleibt, darf sich ab dem Jahr 2027 auf spürbare finanzielle Entlastungen freuen. Der lang diskutierte Steuer-Bonus für erwerbstätige Senioren ist nun beschlossene Sache.
Steuerliche Entlastung statt Pauschalmodell

Lange Zeit war unklar, wie die Regierung den Zuverdienst im Alter attraktiver gestalten möchte. Während ursprüngliche Konzepte eine Pauschalsteuerung von 25 Prozent sowie massive Senkungen der Sozialabgaben vorsahen, scheiterten diese Pläne am Widerstand von SPÖ und NEOS. Die nun gefundene Lösung setzt auf einen steuerlichen Absetzbetrag, der eine Rückerstattung von bis zu 15.000 Euro pro Jahr ermöglichen soll. Damit reagiert die Politik auf die Kritik, dass sich Arbeit neben dem Pensionsbezug aufgrund der Progression bisher kaum lohnte.

Fokus auf langjährige Versicherung

Der neue Freibetrag richtet sich an zwei spezifische Gruppen: Personen, die ihre Pension aufschieben, um weiterzuarbeiten, und jene, die bereits eine Regelpension beziehen und zusätzlich erwerbstätig sind. Für die zweite Gruppe gibt es jedoch eine entscheidende Hürde. Um in den Genuss des Bonus zu kommen, müssen mindestens 40 Versicherungsjahre nachgewiesen werden. Damit soll sichergestellt werden, dass vor allem jene profitieren, die bereits eine lange Lebensarbeitsleistung erbracht haben.

Umsetzung noch im laufenden Jahr

Obwohl die detaillierte gesetzliche Ausarbeitung das erste Quartal überschritten hat, gibt es aus dem Finanzministerium grünes Licht. Finanzminister Markus Marterbauer betonte, dass das Vorhaben fest im Budget für 2027 und 2028 verankert sei. Ein erster Entwurf werde derzeit zwischen den Koalitionspartnern final abgestimmt. Auch das Sozialministerium bestätigte, dass die Verhandlungen laufen und die Begutachtung noch für das zweite Quartal dieses Jahres geplant ist.

Die Bundesregierung schafft mit dem Steuer-Bonus einen starken Anreiz, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Expertise älterer Arbeitnehmer im System zu halten. Auch wenn die 40-Jahre-Hürde für manche eine Einschränkung bedeutet, ist die steuerliche Rückerstattung von bis zu 15.000 Euro ein Meilenstein für die Generation 65plus.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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