Familiendrama erschüttert die Südsteiermark. Die beschauliche Gemeinde Heimschuh wurde in der Nacht auf Samstag, den 25. April, Schauplatz eines grausamen Verbrechens.
In einem Einfamilienhaus eskalierte ein Ehestreit mit tödlichem Ausgang. Ein 36-jähriger Familienvater soll erst seine 35-jährige Ehefrau mit einer Langwaffe erschossen und anschließend die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben. Die Region steht unter Schock, während die Ermittler versuchen, die Puzzleteile dieser Horrornacht zusammenzusetzen.
Bevorstehende Scheidung als mögliches Motiv
Die Pressestelle der Landespolizeidirektion Steiermark gab erste Einblicke in das mögliche Hintergründige der Tat. Demnach soll die Mutter zweier Söhne im Alter von sechs und neun Jahren erst vor wenigen Tagen angekündigt haben, die Scheidung einreichen zu wollen. Die Polizei vermutet, dass diese angekündigte Trennung der Auslöser für die finale Eskalation war. Bisher galt das Paar als völlig unauffällig; es gab keine polizeilichen Aktenvermerke über frühere Streitigkeiten oder häusliche Gewalt.
Verwandter entdeckt das Grauen in der Küche
Da sich die beiden Kinder zum Tatzeitpunkt bei Verwandten aufhielten – was laut Polizei in dieser Familie nichts Ungewöhnliches war – blieben sie physisch unverletzt. Als ein Angehöriger das Ehepaar am Samstagmorgen telefonisch nicht erreichen konnte, Nachschau hielt und das Haus betrat, bot sich ihm ein Bild des Schreckens. Er fand beide Leichname mit schweren Schussverletzungen in der Küche des Hauses vor und alarmierte umgehend die Einsatzkräfte.
Ermittlungen und Betreuung der Hinterbliebenen
Obwohl der Tathergang für die Ermittler weitgehend feststeht, bleibt die Frage nach dem „Warum“ in letzter Konsequenz schwer zu beantworten, da es keine unmittelbaren Zeugen des Vorfalls gibt. Ein Kriseninterventionsteam steht derzeit im Einsatz, um die Angehörigen, insbesondere die beiden nun verwaisten Kinder, psychologisch zu betreuen und durch diese schwere Zeit zu begleiten.
Hilfe für Betroffene von Gewalt
In Fällen von häuslicher Gewalt oder akuten Krisen stehen Hilfseinrichtungen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Frauenhelpline ist unter 0800 222 555 erreichbar, der Männernotruf unter 0800 246 247. Kinder und Jugendliche finden Rat bei „Rat auf Draht“ unter der Nummer 147. In Notfällen ist stets der Polizeinotruf unter 133 zu wählen.
Die Bluttat von Heimschuh lässt eine Dorfgemeinschaft und eine Familie in tiefer Trauer zurück. Es ist die tragische Geschichte einer Trennung, die in einer unfassbaren Gewalttat endete und zwei Kinder zu Vollwaisen machte. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an, um letzte Details der Tatnacht zu klären.
Quelle „heute.at“
Gegen die Sprachlosigkeit, für den Schutz des Lebens.