Eine beispiellose Serie von Raubüberfällen hielt die Wiener Bezirke Hietzing, Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus im Mai in Atem.
Nun meldet das Landeskriminalamt Wien den vollständigen Ermittlungserfolg: Alle sieben Tatverdächtigen wurden ausgeforscht und festgenommen.
Die Tatnacht
In der Nacht vom 22. auf den 23. Mai 2026 kam es im Westen Wiens zu einer dramatischen Kette von Überfällen. Drei bis fitte maskierte Täter, ausgerüstet mit Sturmhauben und teils bewaffnet mit Pistolen, bedrohten ihre Opfer auf offener Straße. Die Täter forderten die Herausgabe von Bargeld und Wertgegenständen. Wie gefährlich die Bande agierte, zeigt die Tatsache, dass in zwei Fällen sogar Schüsse abgefeuert wurden. Anschließend flüchteten die Männer mit einem Fluchtfahrzeug in unbekannte Richtung.
Die Spur
Das Landeskriminalamt Wien übernahm umgehend die Ermittlungen. Durch akribische Videoauswertungen und zahlreiche Einvernahmen von Opfern und Zeugen stießen die Ermittler schließlich auf ein verdächtiges Fahrzeug. Dieses Auto wurde im Rahmen einer gezielten Verkehrskontrolle angehalten. Die Beamten wussten bereits genau, wen sie vor sich hatten. Die anschließende Befragung der Fahrzeuginsassen brachte die Ermittler auf die Spur der weiteren Bandenmitglieder. Der Druck der Ermittler zeigte rasch Wirkung: Bereits am 2. Juni 2026 stellten sich zwei der gesuchten Verdächtigen freiwillig der Polizei und legten ein Geständnis ab.
Der Zugriff
Die Staatsanwaltschaft Wien ordnete daraufhin insgesamt sieben Festnahmen sowie mehrere Hausdurchsuchungen an. Schritt für Schritt klickten für die mutmaßlichen Räuber die Handschellen. Nur ein letzter Verdächtiger war noch auf der Flucht. Am gestrigen Tag gelang der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) der finale Zugriff: Nach intensiven Fahndungsmaßnahmen spürten die Beamten den verbliebenen 28-jährigen Tatverdächtigen im Bereich der Schultheßgasse auf und nahmen ihn fest.
Die Täter
Bei den festgenommenen Personen handelt es sich um sieben junge Männer im Alter zwischen 18 und 28 Jahren mit österreichischer, serbischer und syrischer Staatsbürgerschaft. Bei den polizeilichen Vernehmungen gaben die Verdächtigen ein erschreckend banales Motiv für ihre schweren Straftaten an: Sie handelten aus Langeweile und akuter Geldnot.
Dank der schnellen und präzisen Ermittlungsarbeit des Landeskriminalamtes Wien und des gezielten Zugriffs der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität konnte eine gefährliche Raubserie innerhalb kürzester Zeit vollständig aufgeklärt werden. Alle sieben Beschuldigten befinden sich in Haft und müssen sich nun vor der Justiz verantworten.
Quelle“heute.at“
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