Bei seinem Auftritt auf dem Hartberger Oktoberfest nutzte FPÖ-Chef Herbert Kickl die Bierzeltbühne für eine scharfe Abrechnung mit den Regierungs- und Oppositionsparteien.
Vor rund hundert Gästen bezeichnete er die bevorstehende Nationalratswahl als wegweisende Entscheidung und zeigte sich überzeugt, dass es angesichts der aktuellen politischen Lage rasch zu Neuwahlen kommen könnte.
Kritik an SPÖ und ÖVP
Im Zentrum seiner Rede stand die Führungskrise innerhalb der Sozialdemokratie. Die internen Debatten um die Führung der SPÖ und den Parteivorsitzenden Andreas Babler bezeichnete Kickl spöttisch als Auseinandersetzung innerhalb einer Selbsthilfegruppe. Gleichzeitig kritisierte er die ÖVP und warf Parteichef und Bundeskanzler Christian Stocker Versäumnisse vor.
Auch bei konkreten Sachthemen übte der FPÖ-Obmann deutliche Kritik an der Regierungsarbeit. So verwies er darauf, dass Strom trotz der gesetzlichen Maßnahmen deutlich teurer geworden sei und die angedachten Entlastungen beim Treibstoff an den Tankstellen kaum Wirkung zeigen würden. Darüber hinaus hob er die Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen in der Steiermark unter Landeshauptmann Mario Kunasek als richtungsweisendes Beispiel für künftige Wahlen hervor.
Die Freiheitlichen sehen sich für ein vorzeitiges Ende der Gesetzgebungsperiode gewappnet und peilen den Spitzenplatz bei den kommenden Urnengängen an.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell.at – FPÖ setzt auf Rückenwind für kommende Wahlen.