Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit Algeriens Präsidenten Abdelmadjid Tebboune
Österreich sieht in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Nordafrika erhebliche Wachstumschancen. Vor allem die Märkte in Algerien und Tunesien bieten heimischen Unternehmen nach aktuellen Analysen zusätzliches Exportpotenzial.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer besuchte beide Staaten, um politische Kontakte zu vertiefen und konkrete Grundlagen für heimische Betriebe zu schaffen.

Neue Abkommen und Wachstumsfelder

Im Mittelpunkt der Reise stand die Unterzeichnung einer Absichtserklärung im Bereich der erneuerbaren Energien und des Wasserstoffs mit Algerien. Das nordafrikanische Land plant, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 von derzeit rund einem Prozent auf 27 Prozent zu steigern. Beim Ausbau von Solar- und Windkraft, Speichersystemen und Stromnetzen will Algerien vom Know-how österreichischer Unternehmen profitieren. Zudem soll eine rechtliche Angleichung sicherstellen, dass algerische Wasserstoffprojekte mit europäischen Vorgaben kompatibel sind.

Neben der Energiewirtschaft liegen die künftigen Schwerpunkte im Maschinenbau, der Elektronik, der Fahrzeugbranche sowie im Bereich Umwelt- und Wassertechnologien. Im Jahr 2025 exportierten österreichische Unternehmen Waren im Wert von rund 246,3 Millionen Euro nach Algerien und Tunesien. Der WKÖ-Exportradar weist für die Jahre bis 2030 ein zusätzliches ungenutztes Exportpotenzial von über 212 Millionen Euro aus, wovon der Großteil auf Algerien entfällt.

Gespräche auf höchster politischer Ebene

Während des Aufenthalts kam Hattmannsdorfer unter anderem mit dem algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune sowie weiteren Regierungsvertretern zusammen. In Tunesien führte der Minister Gespräche zu den Themen Wirtschaft, Industrie und Umwelt und nahm an einem gemeinsamen Wirtschaftsforum teil. Ziel aller Begegnungen war es, langfristige Zugänge für österreichische Exporteure zu etablieren.

Die Vertiefung der Handelsbeziehungen mit Nordafrika soll österreichischen Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld neue Perspektiven eröffnen und Arbeitsplätze im Inland sichern.

Quelle „Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus“

AustraAktuell.at – Wirtschaftliche Stärke durch internationale Partnerschaften.

Von admin

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