Die Entscheidung der Bundesregierung über das künftige Budget für die heimischen Universitäten sorgt für scharfe Kritik.
Nachdem die Hochschulen für die Jahre 2028 bis 2030 mindestens 17 Milliarden Euro gefordert hatten, um gravierende personelle und strukturelle Einschnitte zu verhindern, wurden von der Regierung am Samstag 15,893 Milliarden Euro beschlossen. Diese Summe liegt unter dem Budget der Periode 2025 bis 2027 und gleicht nicht einmal den inflationsbedingten Wertverlust von rund zehn Prozent aus. Nach Warnungen der Universitätsrektoren, wonach ohne ausreichende Mittel jede zehnte Stelle gefährdet sein könnte, meldete sich nun die stellvertretende Grünen-Klubobfrau Sigi Maurer zu Wort.

Sigi Maurer übte heftige Kritik an SPÖ-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, die die Einsparungen am Sonntagabend im ORF verteidigt hatte. Maurer warf der Ministerin vor, die dramatische Finanzlage schönzureden, und bezeichnete die Budgetentscheidung als Bankrotterklärung für die Wissenschaftspolitik der Regierung. Sie verwies auf drohende Konsequenzen wie eine Reduktion des Lehrpersonals, schlechtere Studienbedingungen sowie Einschnitte in der Forschung und an den Universitätskliniken. Zudem stellte die Grünen-Politikerin infrage, ob die Ministerin angesichts interner Parteiturbulenzen überhaupt ausreichend für die Anliegen der Universitäten gekämpft habe.
Die Differenzen über die Mittelvergabe verdeutlichen die anhaltenden Spannungen in der Hochschulpolitik im Nachgang des Regierungsbeschlusses.
Quelle „heute.at“
Wissenschaft braucht verlässliche Perspektiven statt politischer Sparzwänge.
