Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und niedrige Füllstände der Energiespeicher lassen die Preise für Erdgas im Herbst stark ansteigen.
Auf dem europäischen Markt wurde zu Beginn der Woche ein Preisstand von knapp 90 Euro je Megawattstunde verzeichnet – der höchste Wert seit Ende des Jahres 2022. Die Gasspeicher in Österreich sind derzeit zu 69 Prozent gefüllt, jene im benachbarten Deutschland liegen bei 61 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung warnt die FPÖ vor drohenden Belastungen für Konsumenten und Wirtschaft.
Aushebung des Importverbots gefordert
Nach Angaben der Freiheitlichen Partei hat sich der Gaspreis seit Beginn des Jahres nahezu verdreifacht. Der Energiesprecher der FPÖ, Paul Hammerl, verweist auf eine Krisenklausel in der EU-Verordnung 2026/261. Diese erlaube es, das Importverbot für russisches Erdgas vorübergehend auszusetzen. Hammerl fordert die Österreichische Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für die Aktivierung dieser Ausnahmeregelung einzusetzen. Ziel sei es, das Angebot am Weltmarkt rasch zu vergrößern und dem Anstieg der Energiepreise entgegenzuwirken. Ohne diesen Schritt drohe den Haushalten der nächste Preisschock und der heimischen Industrie ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.
Entlastung durch Senkung von Steuern und Abgaben
Zusätzlich zur Öffnung für russische Gasimporte fordert die Freiheitliche Partei Entlastungsmaßnahmen bei nationalen Steuern und Abgaben. Die nationale CO₂-Bepreisung auf Erdgas solle nach den Vorstellungen der FPÖ gestrichen und die Erdgasabgabe auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden. Laut Berechnungen des FPÖ-Energiesprechers Hammerl könnte ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden dadurch um rund 270 Euro pro Jahr entlastet werden.
Die Debatte über die künftige Energieversorgung bleibt in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten eine zentrale Herausforderung für Politik und Gesellschaft.
Izvor „heute.at“
Verlässliche Energie bleibt die Grundlage unseres Wohlstands.
