Frontalkollision zur Mittagszeit
Ein gefährliches Fahrmanöver sorgte am Mittwochmittag auf der Südosttangente (A23) für brenzlige Szenen und Schwerarbeit für die Einsatzkräfte.
Gegen 13:30 Uhr kam es auf der Höhe der Sterngasse in Fahrtrichtung Zentrum zu einem schweren Zusammenstoß. Ein 20-jähriger Pkw-Lenker war entgegen der Fahrtrichtung unterwegs und prallte frontal gegen das Fahrzeug einer Mutter und ihres Sohnes.
Mutter und Kind im Krankenhaus
In dem korrekt fahrenden Pkw befanden sich eine 46-jährige Frau und ihr 11-jähriger Sohn. Beide erlitten durch die Wucht des Aufpralls leichte Verletzungen. Die Berufsrettung Wien übernahm vor Ort die notfallmedizinische Erstversorgung, bevor beide zur weiteren Beobachtung in ein Krankenhaus transportiert wurden. Der junge Patient und seine Mutter kamen laut ersten Berichten mit dem Schrecken und leichteren Blessuren davon.
Absurde Begründung für Geisterfahrt
Der Unfallverursacher, ein 20-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, lieferte den Beamten noch vor Ort eine erschreckende Erklärung für sein Handeln: Er habe schlicht eine Abkürzung nehmen wollen. Unklar bleibt bislang, an welcher Stelle er auf die Autobahn auffuhr. Ein durchgeführter Suchtgiftschnelltest verlief positiv, was den Verdacht auf eine massive Beeinträchtigung erhärtete.
Festnahme und Verweigerung
Nach dem Unfall wurde der junge Mann vorläufig festgenommen und unter polizeilicher Aufsicht in ein Spital gebracht. Bei der anschließenden Vorführung vor einen Amtsarzt zeigte sich der 20-Jährige jedoch völlig unkooperativ und verweigerte jegliche Mitwirkung sowie weitere Aussagen zum Unfallhergang. Die Staatsanwaltschaft Wien prüft nun den Verdacht der vorsätzlichen Gemeingefährdung.
Verkehrschaos auf der Tangente
Die Berufsfeuerwehr Wien sicherte die Unfallstelle ab, band ausgelaufene Betriebsflüssigkeiten und verhinderte eine mögliche Brandgefahr. Dennoch blieb der Bereich für rund zwei Stunden gesperrt. Im dichten Mittagsverkehr bildeten sich kilometerlange Rückstaus, die den Autofahrern auf der A23 Geduld abverlangten, bis die Fahrbahn schließlich wieder freigegeben werden konnte.
Der rücksichtslose Versuch, durch eine Geisterfahrt Zeit zu sparen, endete in einer Katastrophe, die glücklicherweise keine Todesopfer forderte. Die Kombination aus Drogen am Steuer und vorsätzlichem Fehlverhalten wird für den 20-Jährigen nun weitreichende juristische Konsequenzen haben, während die Ermittlungen zum exakten Auffahrtsort andauern.
Quelle „LPD Wien“
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