Ein Routineeinsatz auf einer Baustelle in der Neugasse verwandelte sich am Dienstagmorgen in ein schmerzhaftes Szenario. Ein junger Dachdecker löste durch ein Missgeschick einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus, als er unfreiwillig eins mit seinem Arbeitsplatz wurde.
Alarmstart in den Arbeitstag

Es war genau 8:30 Uhr am 10. Februar, als die Stille in Felixdorf im Bezirk Wiener Neustadt-Land durch Sirenen unterbrochen wurde. Die Feuerwehren Felixdorf und Sollenau wurden mit der beunruhigenden Meldung „Arbeiter schwer verletzt am Dach“ zum Einsatzort gerufen. Die örtlichen Einsatzkräfte stellten sich auf eine komplexe technische Menschenrettung in exponierter Höhe ein.

Schmerzhafte Fixierung am Dachstuhl

Am Einsatzort in der Neugasse angekommen, bot sich den Rettern ein ungewöhnliches Bild. Ein junger Handwerker war bei Arbeiten am Dachstuhl verunglückt. Durch die Fehlbedienung einer pneumatischen Nagelmaschine wurde ein Metallstift direkt durch seine Hand in die darunterliegende Dachlatte getrieben. Der Mann war dadurch buchstäblich an das Gebäude gefesselt und konnte sich ohne fremde Hilfe zunächst nicht aus der misslichen Lage befreien.

Mutige Selbstbefreiung vor den Augen der Retter

Während die Feuerwehrleute die Lage erkundeten und die Drehleiter sowie technisches Gerät für eine schonende Rettung vorbereiteten, bewies der Verunfallte eine enorme Schmerztoleranz. Noch bevor die Spezialwerkzeuge zum Einsatz kamen, gelang es dem Arbeiter, sich mit eigener Kraft von der Dachlatte loszureißen. Er stieg anschließend eigenständig vom Dach herab, wo er bereits von den Sanitätern des Rettungsdienstes erwartet wurde.

Medizinische Versorgung und Ermittlungen

Nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte vor Ort wurde der Verletzte für die weitere Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Auch Beamte der Polizei waren in der Neugasse präsent, um den genauen Hergang des Arbeitsunfalls zu protokollieren und die gesetzlich vorgeschriebenen Erhebungen einzuleiten. Für die Feuerwehrkräfte konnte der Einsatz nach etwa 20 Minuten beendet werden.

Der Vorfall in Felixdorf zeigt, wie schnell handwerkliche Routine in einer gefährlichen Notlage enden kann. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren Felixdorf und Sollenau sowie der entschlossenen Reaktion des Arbeiters selbst konnte die Situation rasch unter Kontrolle gebracht werden. Trotz der schweren Handverletzung verhinderte das schnelle Handeln wohl noch schlimmere Folgen.

Quelle „heute.at“

Regional informiert, lokal verwurzelt.

Von admin

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