Der Wiener öffentliche Verkehr dient tausenden Pendlern täglich als Lebensader, doch im Schatten der U-Bahn-Station Spittelau entwickelten sich zuletzt kriminelle Strukturen.

Beamte der Polizeiinspektion Vorgartenstraße setzten diesem Treiben nun ein jähes Ende. Ein 16-jähriger Syrer und sein 18-jähriger Komplize wurden nach intensiven Ermittlungen aus dem Verkehr gezogen.

Fluchtversuch in der Spittelau

Die Aufmerksamkeit der Polizisten galt zunächst dem 16-jährigen Jugendlichen. Als dieser die Beamten erkannte, versuchte er, sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Die sportliche Einlage war jedoch nur von kurzer Dauer: Nach einer Verfolgung stellten ihn die Einsatzkräfte. Die anschließende Durchsuchung förderte ein gefährliches Sortiment zu Tage. 38 Ecstasy-Tabletten, zehn Portionen Kokain und elf Packungen Cannabis trug der Teenager bei sich. Auch 565 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung wurden sichergestellt.

Geständnis führt zu Komplizen

In der Einvernahme zeigte sich der junge Tatverdächtige überraschend kooperativ. Er gab nicht nur zu, bereits seit Stunden in der Station gedealt zu haben, sondern belastete auch einen Landsmann. Dieser 18-jährige Syrer soll die Fäden im Hintergrund mitgezogen haben. Die Informationen waren präzise genug, um die Staatsanwaltschaft Wien zur sofortigen Anordnung einer Hausdurchsuchung zu bewegen.

Funde in Favoriten

Die Ermittler des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Zentrum/Ost, nahmen daraufhin die Wohnung des 18-Jährigen im Bezirk Favoriten unter die Lupe. Der Verdacht bestätigte sich prompt. Neben weiteren 200 Gramm Cannabis und Kokain fanden die Beamten das klassische Handwerkszeug eines Dealers: eine Präzisionswaage und zahlreiche leere Verpackungseinheiten (Baggies).

Einlieferung in die Justizanstalt

Für beide jungen Männer endete der Tag hinter Gittern. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden sie in eine Justizanstalt eingeliefert. Während der 16-Jährige durch sein Geständnis die Ermittlungen beschleunigte, wird nun geprüft, inwieweit das Duo für weitere Verkäufe im Bereich der U6 verantwortlich ist.

Der erfolgreiche Zugriff der Wiener Polizei zeigt, dass die Überwachung von Hotspots im öffentlichen Raum Früchte trägt. Durch die Kombination aus Streifentätigkeit und konsequenter Ermittlungsarbeit im Hintergrund konnte ein nicht unerheblicher Vorrat an synthetischen und pflanzlichen Drogen vom Markt genommen werden.

Quelle „heute.at“

Sicherheit durch Wachsamkeit.

Von admin

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