Ein massiver Knall riss die Bewohner eines Gemeindebaus in Wien-Floridsdorf am Montagnachmittag jäh aus ihrem Alltag.

Gegen 16:15 Uhr erschütterte eine heftige Explosion das Wohnhaus und löste einen großangelegten Einsatz der Rettungskräfte aus. Augenzeugen beschreiben die Situation als dramatisch: Eine enorme Druckwelle sei deutlich zu spüren gewesen und habe die Anrainer in Schrecken versetzt.

Rätselraten um die Explosionsursache

Während erste Vermutungen in Richtung einer Gasexplosion gingen, konnte die Wiener Berufsfeuerwehr diese Theorie nach einer ersten Begehung vorerst entkräften. Laut Feuerwehrsprecher Lukas Schauer scheint die Gastherme in der betroffenen Wohnung intakt zu sein. Da die technische Infrastruktur offenbar nicht der Auslöser war, liegt der Fokus nun auf anderen möglichen Quellen. Die Kriminalpolizei wurde bereits eingeschaltet, um die Hintergründe der Detonation lückenlos aufzuklären.

Verletzter Mieter und Evakuierung

Der Mieter der Wohnung, in der sich der Vorfall ereignete, trug schwere Verletzungen davon. Nach der Erstversorgung durch die Berufsrettung Wien wurde er umgehend in ein Krankenhaus transportiert. Für die restlichen Bewohner der betroffenen Stiege bedeutete der Nachmittag puren Stress: Das Gebäude musste evakuiert werden. Die Einsatzkräfte koordinierten die Maßnahme rasch, während die betroffenen Personen im Freien auf Nachricht warteten.

Statiker prüft die Gebäudesicherheit

Da die Wucht der Explosion erheblich war, rückte neben der Feuerwehr auch ein Statiker an. Seine Aufgabe ist es, die Bausubstanz des Gemeindebaus auf Risse oder strukturelle Schwächen zu prüfen. Erst wenn sichergestellt ist, dass keine Einsturzgefahr besteht, dürfen die evakuierten Mieter wieder in ihre eigenen vier Wände zurückkehren. Bis zum frühen Abend dauerten die umfangreichen Kontrollmaßnahmen und Aufräumarbeiten noch an.

Ermittlungen der Brandgruppe laufen

Die Polizei hat den Bereich weiträumig abgesperrt. Polizeisprecherin Anna Gutt bestätigte, dass die spezialisierte Brandgruppe die Ermittlungen übernommen hat. Da ein technischer Defekt an der Gasanlage derzeit ausgeschlossen wird, untersuchen die Experten nun das Inventar und mögliche chemische Substanzen in der Wohnung. Die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung werden in den kommenden Tagen erwartet.

Der Vorfall in Floridsdorf zeigt, wie schnell ein gewöhnlicher Nachmittag in einer Katastrophe enden kann. Dank des schnellen Eingreifens der Wiener Einsatzkräfte konnte Schlimmeres verhindert und das Gebäude zügig gesichert werden. Die Klärung der Ursache bleibt nun die zentrale Aufgabe der Ermittler, während die Bewohner auf eine baldige Rückkehr in ihre Wohnungen hoffen.

Quelle“heute.at“

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Von admin

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