Der Geist von „Mörtel“ lebt weiter, doch die Bühne gehört nun einer Stilikone des 90er-Jahre-TVs. In der Lugner City herrschte am Mittwochnachmittag ein Andrang, der selbst für Wiener Verhältnisse außergewöhnlich war. Fran Drescher, weltweit bekannt als „The Nanny“, erwies dem verstorbenen Richard Lugner die Ehre und versetzte ihre Fans in kollektive Ekstase.
Erbe der Tradition
Nach dem emotionalen Abschied von Richard Lugner im vergangenen Jahr lag die Verantwortung für den diesjährigen Opernball-Stargast bei seiner Tochter Jacqueline Lugner. Mit der Verpflichtung von Fran Drescher ist ihr ein echter Coup gelungen. Die Entscheidung, eine bodenständige Ikone nach Wien zu holen, spiegelt genau jenen Mix aus Glamour und Volksnähe wider, den die Familie Lugner seit Jahrzehnten kultiviert.
Fans im Nanny-Fieber
Schon Stunden vor dem offiziellen Termin füllten sich die Ränge des Einkaufszentrums. Unter dem passenden Motto „Gemma Nanny schauen“ versammelten sich Tausende, um einen Blick auf das berühmte Lächeln der Schauspielerin zu erhaschen. Fans wie Sandra und Rebecca machten keinen Hehl aus ihrer Begeisterung und gestanden, dass die Kultserie selbst im Homeoffice als täglicher Begleiter läuft. Die Bewunderung für die zeitlose Optik der 68-jährigen Schauspielerin war das beherrschende Thema in der Menge.
Emotionale Begegnungen
Besonders beeindruckt zeigten sich die Wiener von der Nahbarkeit des Hollywood-Stars. Fan Elisabeth beschrieb Drescher im Gespräch als absolut bodenständig und „voll leiwand“. Dass für ein solches Idol weite Wege in Kauf genommen werden, bewies Sonja, die extra aus Oberösterreich anreiste. Bereits ab 10 Uhr morgens sicherte sie sich in ihrem „Die Nanny“-Shirt einen Platz in der ersten Reihe, um nichts dem Zufall zu überlassen.
Ein Empfang mit Stil
Als sich der Auftritt um wenige Minuten verzögerte, bewies das Management der Lugner City Wiener Gastfreundschaft: Das Lugner Kino spendierte eine Runde Gratis-Sekt, um die Wartezeit zu verkürzen. Um 16:15 Uhr war es schließlich so weit. Begleitet von einer traditionellen Musikkapelle und einem ohrenbetäubenden Applaus betrat Fran Drescher die Bühne. Es war ein Moment, der zeigte, dass die Ära der großen Lugner-Gäste auch ohne den Baumeister glanzvoll weitergeht.
Der Auftritt von Fran Drescher in der Lugner City war mehr als nur ein PR-Termin für den Opernball. Er war eine Hommage an die Popkultur und ein Beweis dafür, dass Jacqueline Lugner das Erbe ihres Vaters mit Fingerspitzengefühl fortführt. Wien hat seinen ersten großen Stargast des Jahres ins Herz geschlossen.
Quelle „heute.at“
Lugner City: Wo Hollywood auf Wiener Herz trifft.
