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Nach Tagen extremer Volatilität atmen Anleger am Edelmetallmarkt auf. Gold und Silber konnten am Dienstag einen beachtlichen Teil ihrer jüngsten Verluste wettmachen und starteten eine dynamische Gegenbewegung.
Goldpreis klettert wieder über 4.900 Dollar

An der Londoner Metallbörse zeigte sich die Feinunze Gold am Dienstag deutlich gefestigt. Mit einem Preis von 4.937 US-Dollar verbuchte das gelbe Edelmetall ein Plus von rund sechs Prozent im Vergleich zum Vortag. Dieser Sprung war bitter nötig: Seit dem vergangenen Freitag war der Kurs massiv eingebrochen. Erst am Montag markierte Gold mit 4.402 Dollar den tiefsten Stand seit fast vier Wochen. Vom Rekordhoch am Donnerstag aus betrachtet, verloren Anleger zeitweise fast 1.200 Dollar pro Unze – ein Wertverlust von nahezu 20 Prozent innerhalb kürzester Zeit.

Silber glänzt mit zweistelligem Kursplus

Noch impulsiver gestaltete sich die Erholung beim Silber. Die Feinunze verteuerte sich am Dienstagvormittag auf 87,91 Dollar, was einem Zuwachs von fast elf Prozent entspricht. Auch hier folgte der Anstieg auf ein regelrechtes Kursdebakel. Innerhalb von nur zwei Handelstagen war Silber von seinem Allzeithoch bei über 121 Dollar bis auf ein Zwischentief von 71 Dollar am Montag durchgereicht worden. Die aktuelle Erholung signalisiert nun, dass die Käufer bei den niedrigeren Kursniveaus wieder beherzt zugreifen.

Analysten mahnen zur Vorsicht

Trotz der Erholung ist an den Märkten noch keine vollständige Entwarnung angesagt. Ahmad Assiri, Marktstratege beim renommierten Handelshaus Pepperstone, sieht in den aktuellen Bewegungen keine fundamentale Kehrtwende der allgemeinen Marktlage. Laut Assiri bleibt das Umfeld kurzfristig extrem volatil. Er betont, dass die Märkte die jüngsten Turbulenzen erst noch verarbeiten müssen und die globale Risikobereitschaft derzeit fortlaufend neu bewertet wird.

Dollar-Stärke und Spekulation als Ursache

Der Auslöser für das jüngste Beben war primär im Erstarken des US-Dollars zu finden, der traditionell in einer inversen Korrelation zu den Edelmetallen steht. Besonders hart traf es Spekulanten, die ihre Positionen teilweise auf Kredit finanziert hatten. Als die Preise fielen, zwangen Nachschusspflichten viele Akteure dazu, ihre Bestände fluchtartig zu liquidieren. Dieser Domino-Effekt löste die Abwärtsspirale aus, die nun durch die technischen Gegenkäufe vorerst gestoppt werden konnte.

Die Edelmetallmärkte haben nach einem historischen Rücksetzer eine eindrucksvolle Rückkehr gefeiert. Während Gold stabilisiert wirkt, bleibt Silber der dynamischere, aber auch riskantere Wert. Für Anleger bedeutet die aktuelle Lage vor allem eines: Ruhe bewahren in einem Marktumfeld, das weiterhin von nervösen Reaktionen und Währungsschwankungen geprägt ist.

Quelle „heute.at“

Edelmetalle im Fokus: Zwischen Korrektur und neuer Stärke.

Von admin

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