Herbert Kickl setzt zum Jahresbeginn ein medienpolitisches Ausrufezeichen. Unter dem markanten Titel AUSTRIA FIRST schickt die FPÖ Mitte Januar ihr neuestes Projekt in den Äther. Nach dem Erfolg von FPÖ-TV folgt nun der Angriff auf die Radiolandschaft, um die freiheitliche Botschaft direkt in die Gehörgänge der Wähler zu transportieren.
Sendestart beim Neujahrestreffen

Der Startschuss fällt am 17. Jänner in Klagenfurt. Im Rahmen des traditionellen Neujahrestreffens der Freiheitlichen wird das Onlineradio offiziell den Betrieb aufnehmen. Für Herbert Kickl ist das Timing kein Zufall. Er wolle ein Medium schaffen für jene Menschen, die Österreich im Herzen tragen. Das Motto „Mein Land – mein Radio!“ soll dabei Identität stiften und eine klare Alternative zur bestehenden Medienlandschaft bieten.

Programm gegen linke Meinungsmache

Die inhaltliche Marschroute ist bereits klar definiert. Die FPÖ verspricht eine Mischung aus musikalischer Unterhaltung und harten Fakten. Das Ziel ist die Verbreitung von echten Nachrichten, die sich laut Parteiführung deutlich von der sogenannten linken Meinungsmache abheben sollen. Geplant ist ein 24-Stunden-Betrieb, der durch spezialisierte Sendeformate strukturiert wird. Fixpunkte im Programm sind tägliche Journale am Morgen, zu Mittag und am Abend, die das politische Geschehen aus blauem Blickwinkel beleuchten.

Digitale Offensive per App

Technisch setzt das freiheitliche Medienhaus auf volle Mobilität. Neben dem klassischen Webstream wird AUSTRIA FIRST über eine eigene App verfügbar sein. Damit will man die Hürden für die Zuhörer so gering wie möglich halten. Der Schritt ins Radio-Business ist die logische Fortsetzung einer Strategie, die bereits vor 14 Jahren mit FPÖ-TV begann. Damals startete man mit einem Video pro Woche, heute verweist Kickl stolz auf eine Reichweite von über 2,4 Millionen Österreichern über alle digitalen Kanäle hinweg.

Einzigartigkeit in Europa

Für den FPÖ-Chef ist die Professionalität der eigenen Medienarbeit ein Alleinstellungsmerkmal. Er betont, dass die Schlagkraft des freiheitlichen Medienhauses im europäischen Parteienspektrum einzigartig sei. Man verlasse sich nicht mehr auf die Berichterstattung Dritter, sondern baue die eigene Infrastruktur konsequent aus. Mit dem Einstieg in den Audiosektor schließt die FPÖ die letzte Lücke in ihrem medialen Ökosystem.

Mit AUSTRIA FIRST festigt die FPÖ ihre Unabhängigkeit von klassischen Medienhäusern. Herbert Kickl nutzt die Gunst der Stunde, um pünktlich zum Wahljahr die mediale Präsenz massiv zu erhöhen. Ob das Patriotenradio über die Stammwählerschaft hinaus Gehör findet, wird sich nach dem Sendestart Mitte Jänner zeigen. Die Marschrichtung ist jedenfalls vorgegeben: volle Offensive auf allen Kanälen.

Freiheit hört man jetzt digital.

Von admin

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