Ein Streit eskalierte um einen Parkplatz in der Gemeinde Wöllersdorf im Bezirk Wiener Neustadt auf dramatische Weise. Ein 54-jähriger Mann aus dem Bezirk soll einen 31-jährigen rumänischen Staatsbürger mit einer Faustfeuerwaffe bedroht haben, weil er sich über dessen parkendes Fahrzeug erbost zeigte.

Schüsse in die Nacht

Gegen 22:15 Uhr soll der 54-Jährige, dessen Name aus polizeilichen Gründen nicht genannt wird, dem Lenker des Wagens gegenübergetreten sein. Die Situation spitzte sich schnell zu, wobei der Beschuldigte nicht nur drohte, sondern auch mehrmals Schüsse abgegeben haben soll – sowohl in die Luft als auch in den Boden. Nach der Tat soll sich der Mann umgehend auf ein nahegelegenes Grundstück zurückgezogen haben.

Großeinsatz und Cobra-Zugriff

Die umgehend verständigte Polizei reagierte mit einem Großaufgebot. Bedienstete des Bezirkspolizeikommandos Wiener Neustadt und die Schnellen Reaktionskräfte riegelten das Gebiet weiträumig ab, um die Gefahr für die Bevölkerung zu minimieren. Die heikle Situation erforderte schließlich den Einsatz des Einsatzkommandos Cobra. Den Cobra-Kräften gelang es, den 54-Jährigen auf dem Grundstück vorläufig festzunehmen.

Geständnis und Waffenverbot

Bei der polizeilichen Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte geständig. Es stellte sich heraus, dass der Mann zwar im Besitz einer Waffenbesitzkarte war, die bei dem Vorfall abgefeuerte Faustfeuerwaffe jedoch nicht registriert war. Als unmittelbare Konsequenz wurde gegen den 54-Jährigen ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Sämtliche Schusswaffen sowie die Waffenbesitzkarte wurden vorläufig abgenommen. Nach Abschluss der notwendigen Erhebungen wird der Mann bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Gefährlichen Drohung und Schweren Nötigung laufen auf Hochtouren.

Ein Bagatellstreit eskalierte zu einem Verbrechen, das einen großen Polizeieinsatz auslöste. Der Vorfall in Wöllersdorf zeigt einmal mehr auf schockierende Weise, wie schnell aus alltäglichem Ärger eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann.

Quelle „LPD Niederösterreich“

Sicherheit geht vor – immer.

Von admin

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