Niederösterreich setzt im Jahr 2026 ein kräftiges Ausrufezeichen für die Zukunft des Kontinents. Im festlichen Rahmen des Wiener Palais Niederösterreich präsentierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) die Pläne für das 30. Europa-Forum Wachau (EFW).

Unter dem zukunftsweisenden Motto „The Next 30“ wird die Jubiläumsveranstaltung massiv ausgeweitet: Erstmals erstreckt sich das Forum über fünf Tage – vom 18. bis 22. Mai – und verspricht mit verdoppelten Formaten sowie einer verdreifachten Teilnehmerzahl neue Maßstäbe im europapolitischen Diskurs zu setzen.

Kurskorrektur für Brüssel gefordert

Die Landeshauptfrau nutzte die Bühne für eine deutliche Ansage in Richtung Brüssel. Zwar habe die EU Österreich zu einer der lebenswertesten Regionen mit Frieden und Wohlstand gemacht, doch angesichts des Ukraine-Krieges und der geopolitischen Dynamik unter US-Präsident Donald Trump brauche es einen „neuen europäischen Realismus“. Mikl-Leitner kritisierte, dass Europa zu oft nur reagiere, statt aktiv zu gestalten. Ziel müsse eine strategische Eigenständigkeit und eine Rückkehr zur Innovationskraft sein.

Innovation statt lähmender Bürokratie

Ein zentrales Anliegen der Landeshauptfrau ist die wirtschaftliche Trendumkehr. Europa müsse den Wandel vom „Weltmeister der Bürokratie zum Weltmeister der Innovation“ vollziehen. In diesem Zusammenhang forderte sie ein „patriotisches Vergaberecht“, um die regionale Wertschöpfung zu schützen und die strategische Autonomie zu festigen. Die klare Botschaft aus St. Pölten für die europäische Bühne lautet: „Es muss wieder gelten: Europa first.“

Prominente Gäste und neue Schwerpunkte

Für das Jubiläumsjahr konnte mit Anders Fogh Rasmussen, dem ehemaligen dänischen Ministerpräsidenten und NATO-Generalsekretär, ein internationaler Schwergewicht-Speaker gewonnen werden. Zudem wird der niederösterreichische Europatag samt Jugend-Wettbewerb erstmals direkt in das Forum integriert. EFW-Präsident Michael Linhart konkretisierte die thematische Ausrichtung: Neben Sicherheit und Wirtschaft stehen Technologie und Gesundheit im Fokus. Jeder der fünf Tage folgt einem spezifischen Leitmotiv, gipfelnd im „Global Day“ im Stift Göttweig.

Starke Partner aus der Wirtschaft

Unterstützt wird das Forum 2026 durch namhafte Partner. REWE-International-Vorstand Marcel Haraszti unterstrich die Bedeutung des Dialogs auf Augenhöhe zwischen Politik und Wirtschaft, um die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Ebenfalls bei der Präsentation vertreten waren Benedikt Schmidinger, Geschäftsführer des EFW, sowie Viktoria Weber, Rektorin der Universität für Weiterbildung Krems, die die wissenschaftliche und organisatorische Tiefe des Events unterstreichen.

Das 30. Europa-Forum Wachau 2026 positioniert sich nicht als nostalgischer Rückblick, sondern als strategisches Kraftzentrum. Mit der Ausweitung auf fünf Tage und der Forderung nach mehr Resilienz und weniger Bürokratie sendet Niederösterreich ein Signal der Stärke. Das Forum unterstreicht den Anspruch des Landes, als Brückenbauer zwischen Ost und West die Weichen für ein selbstbewusstes Europa von morgen zu stellen.

Quelle „heute.at“

Niederösterreich bewegt Europa.

Von admin

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