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Am späten Montagabend sorgte ein Taxi-Lenker im 10. Wiener Gemeindebezirk für fassunglose Gesichter bei der Exekutive.

Im Rahmen einer gezielten Schwerpunktaktion der Landesverkehrsabteilung Wien, die gemeinsam mit einem Juristen des Verkehrsamtes durchgeführt wurde, geriet ein 35-jähriger Serbe ins Visier der Beamten. Was als Routinekontrolle eines besetzten Taxis begann, entpuppte sich rasch als handfester Skandal im Wiener Personenbeförderungsgewerbe.

Kontrolle mit Hindernissen

Gegen 21:00 Uhr stoppten die Polizisten das Fahrzeug in Wien-Favoriten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Fahrgast im Auto, der nichts von der prekären Situation ahnte. Auf die Aufforderung, seine Dokumente vorzuzeigen, reagierte der Fahrer mit einer klassischen Ausrede: Er habe sowohl seinen Führerschein als auch seine Identitätsdokumente in einem anderen Wagen vergessen. Um die Situation abschließend zu klären, wurde die Amtshandlung in eine nahegelegene Polizeiinspektion verlegt.

Identitätsschwindel aufgedeckt

In der Dienststelle versuchte der Mann zunächst, die Beamten durch die Angabe falscher Personaldaten in die Irre zu führen. Die erfahrenen Polizisten ließen sich jedoch nicht täuschen. Durch akribische Ermittlungsarbeit und den Abgleich polizeilicher Datenbanken konnte die wahre Identität des 35-Jährigen schließlich zweifelsfrei festgestellt werden. Dabei kam die ganze Wahrheit ans Licht: Der Mann verfügte über keinerlei gültige Lenkberechtigung.

Doppeltes Fahrverbot missachtet

Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass der Beschuldigte nicht nur ohne Führerschein unterwegs war, sondern auch keinen erforderlichen Taxilenkerausweis besaß. Damit fehlten jegliche rechtliche Voraussetzungen, um gewerblich Personen zu transportieren. Die Fahrt für den Gast endete abrupt, während auf den serbischen Staatsbürger nun ein umfangreiches Maßnahmenpaket zukommt. Er wurde wegen zahlreicher Übertretungen mehrfach angezeigt.

Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit der Wiener Schnellrichtereinsätze. Dass ein Lenker ohne jegliche Qualifikation und unter Angabe falscher Daten Fahrgäste befördert, stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Landesverkehrsabteilung und dem Verkehrsamt bleibt daher essenziell, um schwarze Schafe im Taxi-Gewerbe konsequent aus dem Verkehr zu ziehen.

Quelle „LPD Wien“

Sicherheit am Steuer ist kein Zufallsprodukt.

Von admin

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