Der Jahreswechsel steht vor der Tür und mit ihm die traditionelle Frage nach dem Feuerwerk. Doch was für viele Wienerinnen und Wiener als stimmungsvoller Brauch gilt, kann in der Bundeshauptstadt schnell zu einem kostspieligen juristischen Nachspiel führen. In Wien herrscht auch zu Silvester ein striktes Böllerverbot, das die Stadtverwaltung konsequent durchsetzt.
Gefahr für Mensch und Tier

Das Verbot kommt nicht von ungefähr. Die Verantwortlichen der Stadt Wien verweisen auf die massive Brandgefahr in den dicht verbauten Wohngebieten sowie das erhebliche Verletzungsrisiko durch unsachgemäßen Gebrauch. Hinzu kommt die enorme Lärmbelästigung, die nicht nur Menschen, sondern vor allem Haustiere und die städtische Tierwelt unter extremen Stress setzt. Um diese Gefahrenquellen zu minimieren, bleibt der Himmel über dem Wiener Ortsgebiet offiziell dunkel.

Strenge Regeln im Pyrotechnikgesetz

Die rechtliche Lage ist im Pyrotechnikgesetz klar definiert. Grundsätzlich ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern der Kategorien F2, F3 und F4 im gesamten Stadtgebiet untersagt. Zur Kategorie F2 gehören bereits klassische Raketen, Knallkörper und Batteriefeuerwerke. Obwohl theoretisch die Möglichkeit bestünde, dass der Wiener Bürgermeister eine Ausnahmegenehmigung für bestimmte Zonen erteilt, wird davon in der Praxis kein Gebrauch gemacht. Damit bleibt das Verbot flächendeckend aufrecht.

Was erlaubt bleibt

Ganz auf Glanz verzichten muss man jedoch nicht. Erlaubt sind Feuerwerkskörper der Kategorie F1. Diese gelten als „Feuerwerk mit sehr geringer Gefahr“ und dürfen auch im Ortsgebiet verwendet werden. Dazu zählen Klassiker wie Wunderkerzen, Knallerbsen, Tischfeuerwerke oder Tortensprüher. Wichtig ist hierbei: Alles, was laut knallt oder unkontrolliert fliegt, ist definitiv tabu.

Teure Konsequenzen bei Verstößen

Wer die Verbote ignoriert, muss tief in die Tasche greifen. Die Polizei kontrolliert verstärkt die Einhaltung der Bestimmungen. Bei Verstößen drohen Organmandate oder Anzeigen, die Geldstrafen von bis zu 3.600 Euro nach sich ziehen können. Neben der pyrotechnischen Strafe können zudem Anzeigen wegen Lärmbelästigung oder im schlimmsten Fall wegen Gemeingefährdung erstattet werden, sollte es zu Sachschäden oder Personenschäden kommen.

Sicherheit durch Fachhandel

Für all jene, die Silvester außerhalb des Wiener Ortsgebiets verbringen und dort legal Feuerwerk zünden möchten, raten Experten dringend zum Kauf im österreichischen Fachhandel. Produkte aus dem heimischen Handel unterliegen strengen Kontrollen und erfüllen alle notwendigen Sicherheitsstandards. Im Gegensatz dazu stellen Billigimporte oder illegale Raketen unbekannter Herkunft aus dem Ausland eine unberechenbare Gefahr für Leib und Leben dar.

Ein funkelnder Start ins neue Jahr muss in Wien ohne lauten Knall auskommen. Wer sich an die Wunderkerzen hält und auf Raketen im Stadtgebiet verzichtet, schont nicht nur die Nerven der Nachbarn und Tiere, sondern auch das eigene Bankkonto. Sicherheit und Rücksichtnahme stehen in der Silvesternacht an oberster Stelle.

Quelle „heute.at“

Sicher feiern statt teuer büßen.

Von admin

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