Michael Schnedlitz / ©Parlamentsdirektion/​Thomas Topf
Nach der Aufdeckung eines massiven Kriminalitätsnetzwerks in Österreich schlägt die FPÖ Alarm. Ein krimineller Migrantenclan soll über Jahre hinweg ein Geflecht aus mehr als 200 Scheinfirmen betrieben und den Staat damit um knapp fünf Millionen Euro geschädigt haben.

Während die Regierung den polizeilichen Zugriff als Erfolg feiert, sieht FPÖ-Generalsekretär und Heimatschutzsprecher NAbg. Michael Schnedlitz darin lediglich den Beleg für ein weitreichendes institutionelles Versagen.

Harte Kritik an Karner und Marterbauer

Schnedlitz findet deutliche Worte für die zuständigen Ressortchefs. Dass ÖVP-Innenminister Gerhard Karner und SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer den späten Ermittlungserfolg öffentlichkeitswirksam vermarkten, bezeichnet der Freiheitliche als reinen Hohn. Laut Schnedlitz offenbare die Dimension des Betrugs, dass die Kontrollmechanismen des Staates bei kriminellen Clans versagen, während ehrliche Bürger und Kleinunternehmer unter strengster Beobachtung stünden.

Ungleichgewicht bei behördlichen Kontrollen

Der freiheitliche Generalsekretär zog einen provokanten Vergleich zur Arbeit der Behörden. Er kritisierte, dass bei heimischen Häuslbauern oder bei politischen Aktionen der FPÖ – wie der Ausgabe von günstigem Treibstoff – die Kontrolleure sofort vor der Tür stünden. Im Gegensatz dazu habe ein hochkriminelles Netzwerk über einen langen Zeitraum ungestört Steuermillionen veruntreuen können. Für Schnedlitz ist dies ein klares Indiz für falsch gesetzte Prioritäten in der Sicherheitspolitik unter der Führung der ÖVP.

Vorwurf der Realitätsverweigerung

In der Kritik steht insbesondere Innenminister Karner, dem Schnedlitz vorwirft, sich mehr auf medienwirksame Einzelabschiebungen zu konzentrieren als auf die Zerschlagung organisierter Clan-Strukturen. Während der Minister Pressekonferenzen abhalte, werde das Sozial- und Steuersystem nach Strich und Faden ausgenommen. Schnedlitz spottete in diesem Zusammenhang über Karners Vorliebe für Verbotszonen und forderte echte Maßnahmen statt symbolischer Politik.

Forderung nach Entzug der Staatsbürgerschaft

Als Konsequenz aus dem Skandal fordert die FPÖ nun einen Paradigmenwechsel. Wer sich den österreichischen Pass durch Betrug, gefälschte Lohnzettel und Scheinfirmen erschleiche, müsse diesen umgehend verlieren. Österreich dürfe nicht länger als Selbstbedienungsladen für Kriminelle fungieren. Die Regierung müsse endlich die Interessen der eigenen Bevölkerung schützen und sicherstellen, dass Steuergeld nicht in dunklen Kanälen verschwindet.

Der Fall des Millionenbetrugs durch ein weitverzweigtes Firmengeflecht rüttelt an der Glaubwürdigkeit der staatlichen Aufsicht. Während die Regierung den Zugriff als Beleg für funktionierende Ermittlungen sieht, nutzt die FPÖ den Skandal, um ein strukturelles Kontrolldefizit gegenüber organisierten Migrantenclans anzuprangern. Die politische Debatte über den Schutz des Steuersystems und die Kriterien für den Erhalt der Staatsbürgerschaft dürfte sich infolge dieser Enthüllungen weiter verschärfen.

Quelle „Freiheitlicher Parlamentsklub“

Österreich zuerst: Steuergeld schützen statt Clans füttern.

Von admin

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