Ein schwerer Autounfall in Salzburg wirft nach Aussagen einer betroffenen Mutter Fragen über die Abläufe auf. Ein 18-jähriger Lenker soll mit drei Mädchen im Auto eine rasante Fahrt unternommen haben, bevor der Wagen gegen einen Baum prallte.
Die Fahrt begann an einem Donnerstagnachmittag, als der ehemalige Schulkollege anbot, die 16-Jährige und zwei Freundinnen nach Hause zu bringen. Doch laut der Mutter verlief die Route anders als besprochen. Trotz der Bitten der Mädchen, sie heimzubringen, fuhr der Lenker Umwege und begründete dies unter anderem damit, noch einen Pullover holen zu müssen.
In der Leopoldskronstraße spitzte sich die Lage zu. Der Fahrer kündigte eine schnelle Fahrt an: „Mädels, haltet euch fest, jetzt kommt meine Ballerstrecke.“ Die Jugendlichen sollen daraufhin panisch gefordert haben auszusteigen, ehe der Mercedes die Kontrolle verlor und gegen einen Baum krachte.
Fragwürdige Szenen nach dem Unfall
Besonders das Geschehen direkt nach dem Zusammenstoß sorgt bei der Familie für Unverständnis. Laut Angaben der Mutter stand kurz nach dem Unfall ein Anwalt an der Einsatzstelle, den die Eltern des Fahrers verständigt hatten. Ein Radfahrer alarmierte schließlich die Polizei. Eine Rettung wurde vor Ort von den Insassen nach Angaben der Einsatzkräfte abgelehnt, obwohl die 16-Jährige eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma erlitt.
Die Polizei ermittelt nun gegen den 18-jährigen Lenker wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit und der fahrlässigen Körperverletzung. Alkoholisiert war er laut Polizei nicht. Die Jugendliche leidet unterdessen weiter an den Folgen des Unfalls und kämpft mit anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden.
Quelle „heute.at“
Wenn Tempo das Vertrauen bricht.
