Das schwere Attentat im Zentrum von Krakau
Bei einem verheerenden Schusswaffenangriff in der polnischen Stadt Krakau ist am Samstag ein österreichischer Staatsbürger verletzt worden. Das Außenministerium in Wien bestätigte den Vorfall in der Nacht auf Sonntag.
Der Angreifer hatte in den Nachhimplunden des Samstags auf dem historischen Marktplatz der Stadt wahllos das Feuer auf Passanten eröffnet und dabei tiefe Spuren der Verwüstung hinterlassen.
Bilanz des Bluttags und internationale Opfer
Insgesamt forderte das Attentat nach aktuellen Angaben sechs Menschenleben. Mindestens 15 weitere Personen erlitten Verletzungen, wobei sich rund ein Dutzend Betroffene in einem kritischen oder lebensgefährlichen Zustand befinden. Neben polnischen Staatsbürgern wurden auch Menschen aus Österreich, Deutschland, Portugal, Russland und Großbritannien unter den Opfern registriert. Wie schwer der betroffene Österreicher verletzt wurde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht offiziell bekannt gegeben worden.
Festnahme nach Schusswechsel
Der Amoklauf ereignete sich am Samstagnachmittag kurz vor 15 Uhr auf dem Großen Ring, dem zentralen Marktplatz von Krakau. Ein 24-jähriger polnischer Staatsbürger schoss dabei aus einem fahrenden Auto heraus mit einer halbautomatischen Langwaffe auf unschuldige Menschen. Nach seiner Flucht und einem Verkehrsunfall lieferte sich der Täter ein Feuergefecht mit der Polizei, ehe er überwältigt und lebensgefährlich verletzt festgenommen werden konnte. Im Haus des Schützen entdeckten Ermittler im Laufe des Abends zudem drei weitere leblose Personen aus dem familiären Umfeld.
Reaktionen aus der Politik
Bundesaußenministerin Beate Meinl-Reisinger reagierte auf der Plattform X mit scharfen Worten auf das Attentat und verwies auf eine mögliche rechtsextreme Radikalisierung des Täters. Auch Polens Ministerpräsident Donald Tusk stufte die Bluttat als terroristischen Akt ein. Für ganz Polen wurde daraufhin eine zweitägige Staatstrauer ausgerufen, während die Hintergründe und das exakte Motiv weiterhin von den Behörden untersucht werden.
Der schreckliche Vorfall in Polen verdeutlicht einmal mehr, wie schnell grenzüberschreitender Extremismus das Leben unschuldiger Menschen in ganz Europa bedrohen kann.
Quelle „heute.at“
