Schock für die Sozialdemokratie

Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ), Andreas Babler, steht unter massivem Druck. Eine am 2. November 2025 veröffentlichte Umfrage der Kronen Zeitung zeichnet ein düsteres Bild: Die SPÖ erreicht nur noch 17 Prozent Zustimmung. Dieser Wert markiert den niedrigsten Stand in der gesamten Parteigeschichte und signalisiert eine tiefe Krise der Sozialdemokratie.

Kritik aus den Bundesländern wächst

Die ernüchternden Zahlen haben eine Welle der Unruhe und Kritik innerhalb der Partei ausgelöst. Besonders aus mehreren Landesorganisationen werden Stimmen laut, die eine sofortige und klare strategische Neuausrichtung verlangen. Interne Beobachter sprechen von mangelnder Geschlossenheit und einer als zu schwach empfundenen öffentlichen Präsenz des Parteichefs. Funktionäre beklagen, dass der „rote Faden“ in der Kommunikation fehle.

Der Babler-Kurs verfängt nicht

Bablers Versuch, mit einem stärker sozialpolitischen Profil und scharfer Kritik an den Regierungsparteien ÖVP und FPÖ gegenzusteuern, scheint bisher kaum auf fruchtbaren Boden zu fallen. Politische Analysten konstatieren, dass die Botschaft des Parteivorsitzenden die Wählerinnen und Wähler nur schwer erreicht. Ein alarmierender Trend ist die Abwanderung zahlreicher früherer SPÖ-Anhänger ins Lager der FPÖ, was das Dilemma Bablers weiter verschärft.

Kampf um die Glaubwürdigkeit

Trotz der prekären Lage gibt sich Andreas Babler kämpferisch. In internen Gremien soll er betont haben, dass die Partei „langfristig auf soziale Gerechtigkeit und Glaubwürdigkeit“ setzen müsse. Während einige führende Funktionäre diesen sozialen Kurs grundsätzlich befürworten, sehen sie dringenden Handlungsbedarf in der Kommunikation und Außendarstellung.

Fazit: Wendepunkt der SPÖ

Die SPÖ steht unbestreitbar an einem entscheidenden Wendepunkt. Ob Andreas Babler die Fähigkeit besitzt, die notwendige Geschlossenheit in der Partei wiederherzustellen und glaubwürdig für die Kernanliegen der Sozialdemokratie einzustehen, wird über seine politische Zukunft und die der gesamten Partei entscheiden.

Quelle: Kronen Zeitung

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Von admin

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