Wichtige Anlaufstelle in Gefahr
Wien erlebt eine besorgniserregende Entwicklung: Das beliebte Gesundheitszentrum für Jugendliche in Wien, eine zentrale Anlaufstelle für junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren, steht kurz vor der Schließung.
Massive finanzielle Engpässe gefährden den Fortbestand dieser essenziellen Einrichtung, die seit Jahren kostenlose medizinische und psychologische Betreuung bietet. Ein Angebot, das für viele junge Wienerinnen und Wiener unverzichtbar geworden ist.
Hunderte Jugendliche betroffen: Bedarf steigt dramatisch
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut Angaben des Wiener Gesundheitsverbunds nehmen jährlich rund 5.000 Jugendliche die Dienste des Zentrums in Anspruch. Das Spektrum reicht von allgemeinen medizinischen Untersuchungen bis hin zu spezialisierten Beratungen über psychische Gesundheit, Ernährung und Sexualität. Insbesondere seit der Corona-Pandemie hat sich die Zahl jener, die psychologische Unterstützung benötigen, alarmierend erhöht. Das Zentrum fungiert hier als wichtiger Puffer.
Politik unter Zugzwang: Hacker und Tasser warnen
Die drohende Schließung löst in der Politik und bei Jugendorganisationen große Sorge aus. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zeigte sich besorgt und betonte die Bedeutung der Einrichtung: „Wir müssen alles daran setzen, um diese wichtige Einrichtung zu retten. Sie ist ein zentraler Bestandteil unserer Jugendgesundheitspolitik.“
Auch die Jugendvertretung schlägt Alarm. Lisa Tasser, Vorsitzende der Wiener Jugendvertretung, warnt eindringlich vor den Konsequenzen: „Wenn das Zentrum schließt, verlieren viele junge Menschen einen sicheren Ort, an dem sie ernst genommen werden und niedrigschwellig Hilfe bekommen.“
Hoffnung auf Rettung: Ministerium prüft Modelle
Derzeit laufen intensive Verhandlungen über zusätzliche Fördermittel. Das Gesundheitsministerium ist involviert und prüft laut Sprecherin Barbara Linder „verschiedene Modelle“, um den Betrieb zumindest bis Ende 2026 abzusichern. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Zentrums soll demnach noch im November fallen.
Das Gesundheitszentrum für Jugendliche in Wien ist weit mehr als eine medizinische Einrichtung – es ist ein Ort der Unterstützung und Sicherheit für eine besonders vulnerable Gruppe. Die drohende Schließung stellt die Stadt und das Ministerium vor eine akute Bewährungsprobe. Ob die benötigten Mittel rechtzeitig mobilisiert werden können, um diese lebenswichtige Anlaufstelle zu sichern, bleibt die brennende Frage der kommenden Wochen.
Quellen: Heute.at; Wiener Gesundheitsverbund;
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