Ein gewöhnlicher Montagnachmittag in Wien-Floridsdorf verwandelte sich am 9. März 2026 schlagartig in einen Großeinsatz für die Wiener Sicherheitskräfte.
Bei Routine-Baggerarbeiten in der Ichagasse stieß die Schaufel eines Baggers gegen 15:45 Uhr auf ein massives Metallobjekt. Die Vermutung der Bauarbeiter bestätigte sich schnell: Es handelte sich um ein gefährliches Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg.
Rasche Sicherung der Fundstelle
Unverzüglich nach dem Fund wurde der Polizeinotruf gewählt. Die Landespolizeidirektion Wien entsandte umgehend einen sprengstoffkundigen Beamten (SKO) zum Einsatzort in den 21. Bezirk. Nach einer ersten fachmännischen Begutachtung stand fest, dass es sich um eine rund 200 Kilogramm schwere Fliegerbombe handelte. Aufgrund des Gefahrenpotenzials forderte der Experte sofort den Entminungsdienst des Österreichischen Bundesheeres an.
Evakuierung und Betreuung der Anrainer
Um die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten, leiteten die Einsatzkräfte großräumige Absperrmaßnahmen ein. Rund 250 Personen mussten ihre Wohnungen und Büros in den umliegenden Gebäuden verlassen. Die Berufsrettung Wien war ebenfalls mit einem Großaufgebot vor Ort und stellte einen Großraumbus zur Verfügung. In diesem wurden die evakuierten Anwohner während der Wartezeit betreut und medizinisch erstversorgt, sofern dies notwendig war.
Präzisionsarbeit des Entminungsdienstes
Die Experten des Entminungsdienstes begannen nach der vollständigen Räumung der Sperrzone mit ihrer hochgefährlichen Arbeit. Jeder Handgriff an der 200-Kilo-Bombe musste sitzen. Während die Sonne über Floridsdorf unterging, arbeiteten die Spezialisten unter Hochdruck an der Deaktivierung des Zünders. Um punkt 20:00 Uhr kam schließlich die erlösende Nachricht: Die Fliegerbombe ist erfolgreich entschärft.
Aufhebung der Sperren und Abtransport
Nach der erfolgreichen Entschärfung konnten die polizeilichen Straßensperren rund um die Ichagasse schrittweise aufgehoben werden. Die Bewohner kehrten in ihre Unterkünfte zurück, während das Kriegsrelikt sicher abtransportiert wurde, um später fachgerecht vernichtet zu werden. Der Einsatz zeigte erneut das reibungslose Zusammenspiel zwischen Polizei, Bundesheer und Rettungskräften in der Bundeshauptstadt.
Der Bombenfund in der Ichagasse verdeutlicht, dass die Schatten der Vergangenheit auch über 80 Jahre nach Kriegsende im Wiener Untergrund präsent sind. Dank der schnellen Reaktion der Bauarbeiter und der professionellen Arbeit des Entminungsdienstes konnte die Gefahr ohne Personenschäden gebannt werden.
Quelle „LPD Wien“
Wissen was in Wien wirklich unter der Oberfläche liegt.
