Ein schwarzer BMW X1, intensiver Cannabis-Geruch und ein feiner Spürsinn der Beamten führten am Freitagabend in Wien-Döbling zu einem bedeutenden Erfolg für die Wiener Polizei.
Was als routinemäßige Fahrzeugkontrolle begann, endete mit der Zerschlagung einer mutmaßlichen Dealer-Gruppe und der Sicherstellung gefährlicher Substanzen.
Der Zugriff in der Luxuskarosse
Gegen Abend stoppten Polizisten den SUV im 19. Wiener Gemeindebezirk. Schon beim Herantreten an das Fenster schlug den Beamten ein eindeutiger Geruch entgegen. Da die Insassen sich verdächtig verhielten, wurde ein Drogenspürhund angefordert. Die feine Nase des Diensthundes bestätigte den Verdacht sofort: Im Wageninneren stießen die Ermittler auf ein gefährliches Depot. Sichergestellt wurden rund 110 Gramm Crystal Meth sowie eine beträchtliche Menge verschreibungspflichtiger Medikamente, die offenbar für den illegalen Weiterverkauf bestimmt waren.
Bargeld und belastendes Material
Zusätzlich zu den Betäubungsmitteln fanden die Beamten Bargeld in Höhe von rund 1.000 Euro. Die Stückelung der Banknoten entsprach laut Ermittlern dem klassischen „Dealer-Format“, was den Verdacht auf gewerbsmäßigen Handel erhärtete. Für den 31-jährigen Lenker des Fahrzeugs hatte der Abend doppelte Konsequenzen: Ihm wurde noch an Ort und Stelle der Führerschein vorläufig abgenommen.
Die Verdächtigen im Visier
Bei den festgenommenen Männern handelt es sich um vier syrische Staatsangehörige im Alter von 23, 25, 28 und 31 Jahren. Alle vier verfügen über einen aufrechten Asylstatus in Österreich. Während der Fahrer bislang nicht einschlägig aufgefallen war, sind seine drei Begleiter für die Exekutive alte Bekannte. Die Liste ihrer bisherigen Delikte ist lang und reicht von Diebstahl und Raub bis hin zu schweren Gewalttaten wie Raufhandel und absichtlich schwerer Körperverletzung.
Ermittlungen des Landeskriminalamts
Die Verdächtigen wurden in eine Justizanstalt eingeliefert. Die weiteren Erhebungen hat die Außenstelle West des Landeskriminalamts Wien übernommen. Im Fokus steht nun die Frage, ob die Gruppe Teil eines größeren Netzwerkes ist oder als lokaler Dealerring agierte. Geprüft wird zudem, ob die sichergestellten Medikamente aus Apothekeneinbrüchen oder illegalem Import stammen.
Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung von gezielten Schwerpunktkontrollen im Stadtgebiet. Durch die Aufmerksamkeit der Beamten konnte eine erhebliche Menge der hochgefährlichen Droge Crystal Meth aus dem Verkehr gezogen werden, bevor sie die Wiener Straßen erreichte. Besonders die kriminelle Vorgeschichte der Beteiligten rückt den Fall nun in den Fokus der Sicherheitsbehörden.
Quelle“heute.at“
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