In der Wiener Nachtruhe schlugen sie gnadenlos zu: Eine Gruppe Jugendlicher verwandelte eine vermeintlich sichere Parkgarage in Wien-Neubau in ein Trümmerfeld aus Glasscherben. Dass die Verdächtigen keine Unbekannten für die Justiz sind, verleiht dem Fall eine besondere Brisanz.
Scherbenmeer in Wien-Neubau

In der Nacht auf den 21. Jänner 2026 wurde eine Tiefgarage im 7. Bezirk zum Schauplatz massiver Sachbeschädigung. Während die Fahrzeugbesitzer teure Gebühren für die Sicherheit ihrer Pkw zahlten, gingen die Täter mit brachialer Gewalt vor. Insgesamt 51 Fahrzeuge wurden das Ziel der Attacken. Die Vorgehensweise war dabei so simpel wie effektiv: Mit einem Nothammer zertrümmerten die Unbekannten die Seitenscheiben, um in das Innere der Wagen zu gelangen.

Beutezug im Schutz der Dunkelheit

Die Täter hatten es gezielt auf Bargeld und griffbereite Wertgegenstände abgesehen. Mit ihrer Beute verschwanden sie zunächst unerkannt im Wiener Nachtleben. Doch der Erfolg der kriminellen Tour war nur von kurzer Dauer. Die Polizei konnte die Ermittlungen schnell konkretisieren, als ein entscheidender Hinweis aus einem sozialen Umfeld eintraf.

Erzieher deckt Diebstahl auf

Der Wendepunkt in diesem Fall war die Aufmerksamkeit eines Erziehers. In den Zimmern der Jugendlichen entdeckte der Betreuer verdächtige Gegenstände, die offensichtlich nicht rechtmäßig erworben worden waren. Ohne zu zögern, verständigte er die Exekutive. Die Beamten stellten bei der anschließenden Durchsuchung mutmaßliches Diebesgut sicher, das direkt mit der Einbruchserie in Verbindung gebracht werden konnte.

Trio mit krimineller Vergangenheit

Die drei Hauptverdächtigen sind im Alter von 15 und 16 Jahren und besitzen alle die österreichische Staatsbürgerschaft. Besonders erschreckend ist die kriminelle Energie der Teenager: Das Trio ist polizeibekannt. Ein 15-Jähriger war bereits mit einer bedingten Haftstrafe belegt, während sein 16-jähriger Komplize erst vor Kurzem aus der Haft entlassen worden war. Die Resozialisierung scheint in diesem Fall vorerst gescheitert zu sein.

Rückkehr hinter Gitter

Die Staatsanwaltschaft Wien fackelte nicht lange: Der 16-Jährige und einer der 15-Jährigen wurden festgenommen und bereits wieder in eine Justizanstalt überstellt. Der dritte im Bunde, ein weiterer 15-Jähriger, wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittler prüfen nun, ob die Bande noch für weitere Delikte im Stadtgebiet verantwortlich zeichnet.

Der Fall zeigt eine erschreckende Rückfallquote bei jugendlichen Straftätern. Trotz vorangegangener Haftstrafen und pädagogischer Betreuung reichte die kriminelle Motivation aus, um innerhalb einer Nacht einen enormen Sachschaden an über 50 Fahrzeugen anzurichten. Für die Autobesitzer bleibt neben dem Ärger vor allem die Erkenntnis, dass auch bezahlte Parkräume keinen absoluten Schutz bieten.

Quelle „heute.at“

Wien wacht auf, AustriaAktuell bleibt dran.

Von admin

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