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Die Pläne der Regierung sorgen für massive Unruhe in der heimischen Tourismusbranche. Eine geplante Erhöhung der Spirituosensteuer um satte 30 Prozent stößt bei Gastronomen und Hoteliers auf heftigen Widerstand. Die Branchenvertreter warnen vor drastischen Konsequenzen für den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich.
Alarmstimmung im Tourismus

Die heimische Hotellerie und Gastronomie sieht sich mit einer neuen, schweren Belastung konfrontiert. Susanne Kraus-Winkler, Bundesspartenobfrau der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), findet deutliche Worte für die Regierungspläne. Regionale Getränke und die gelebte österreichische Genusskultur seien feste Säulen des touristischen Angebots, die nun leichtfertig gefährdet würden. Zusätzliche steuerliche Lasten würden den Druck im Vergleich zu den Nachbarländern massiv verschärfen und die ohnehin spürbare Inflation weiter anheizen. Das treffe am Ende des Tages die Betriebe und die Gäste gleichermaßen.

Wirtshäuser unter Dauerdruck

Die Ausgangslage für Österreichs Wirte ist ohnehin seit Jahren angespannt. Steigende Kosten für Energie, Personal und den Wareneinsatz belasten die Kalkulationen der Betriebe stark. Gleichzeitig stagnieren die Gästefrequenzen und die Gewinnmargen. Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie, zeigt sich angesichts der Steuerpläne fassungslos. Er bezeichnet den Schritt als vollkommen unverständlich und lehnt die Erhöhung im Namen der gesamten Branche entschieden ab. Besonders bitter stößt auf, dass gerade ein ohnehin strapazierter Zweig nun als Melkkuh herhalten soll.

Gefahr für die Wertschöpfungskette

Die Sorge der Branchenkenner betrifft nicht nur die großen Produzenten. Betroffen ist die gesamte touristische Wertschöpfungskette, vom kleinen Dorfwirtshaus bis zur gehobenen Hotellerie. Kraus-Winkler erinnert daran, dass der Tourismus von Qualität, Gastfreundschaft und regionaler Vielfalt lebt. Steuererhöhungen würden genau jene Betriebe schwächen, die im ländlichen Raum für Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität sorgen.

Konsumflucht ins Ausland droht

Der finanzielle Nutzen für das Staatsbudget wird von Experten bezweifelt. Historische Erfahrungen zeigen, dass drastische Erhöhungen von Verbrauchssteuern selten die erhofften Mehreinnahmen bringen. Stattdessen drohen spürbare Konsumrückgänge und Ausweichreaktionen der Konsumenten. Die Gefahr ist groß, dass Einkäufe vermehrt im benachbarten Ausland getätigt werden, was der heimischen Wirtschaft schadet. Die WKÖ-Bundesspartenobfrau fordert daher einen Kurswechsel: Statt neuer Belastungen brauche der Standort dringend Entlastung, gezielte Investitionsanreize und einen Abbau der Bürokratie.

Die geplante Steuererhöhung von 30 Prozent auf Spirituosen erweist sich als Brandbeschleuniger für eine ohnehin geforderte Branche. Gastronomie und Hotellerie kämpfen mit strukturellen Problemen und den Folgen der Teuerung. Ein solcher Steuerschritt droht die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismuslandes Österreich nachhaltig zu beschädigen, während der tatsächliche Nutzen für das Staatsbudget fraglich bleibt.

Quelle“heute.at“

Österreich genießt, der Steuerzahler büßt.

Von admin

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