Ein ungewöhnlicher Polizeieinsatz in der Donaustadt sorgte am Dienstagmorgen für Aufsehen. Was als versuchter Autodiebstahl begann, endete für einen 22-jährigen Tatverdächtigen in einer Sackgasse unter einem landwirtschaftlichen Gerät.

Verdächtige Geräusche im Morgengrauen

Der Vorfall ereignete sich am 5. Mai 2026 gegen 06:45 Uhr auf dem Gelände einer Gärtnerei im 22. Wiener Gemeindebezirk. Die Inhaber des Betriebes wurden durch untypischen Lärm auf ihrem Grundstück wach und entschlossen sich, sofort nach dem Rechten zu sehen. Beim Betreten des Hofes bot sich ihnen ein klares Bild: Ein völlig fremder Mann hantierte an einem Firmenfahrzeug und versuchte offensichtlich, dieses kurzzuschließen und zu entwenden.

Vierbeiner vereiteln die Flucht

Lange blieb der Unbekannte jedoch nicht ungestört. Die Wachhunde der Familie reagierten instinktiv und stellten den mutmaßlichen Dieb, bevor dieser das Weite suchen konnte. In seiner Not sah der Mann keinen anderen Ausweg, als unter einen am Gelände abgestellten Traktor zu kriechen. Dort harrte er aus, bis die alarmierten Beamten des Stadtpolizeikommandos Donaustadt eintrafen. Die Polizisten konnten den 22-jährigen ungarischen Staatsbürger schließlich ohne nennenswerten Widerstand vorläufig festnehmen.

Ermittlungen decken weitere Taten auf

Im Zuge der ersten Einvernahmen und der Spurensicherung vor Ort stellte sich heraus, dass der junge Mann offenbar eine regelrechte Diebestour auf dem Firmengelände geplant hatte. Neben dem versuchten Fahrzeugdiebstahl konnten ihm die Ermittler auch einen versuchten Einbruch in einen Verkaufsstand der Gärtnerei zuordnen. Dabei entstand Sachschaden an der Infrastruktur des Betriebes.

Anzeige auf freiem Fuß

Trotz der erdrückenden Beweislage und der Festnahme am Tatort wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien eine Entscheidung getroffen. Der 22-Jährige wurde wegen des Verdachts des versuchten Diebstahls, des versuchten Einbruchsdiebstahls sowie der Sachbeschädigung auf freiem Fuß angezeigt. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und etwaigen weiteren Komplizen laufen weiter.

Dank der Aufmerksamkeit der Eigentümer und der schnellen Reaktion der hofeigenen Wachhunde konnte ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden verhindert werden. Der Fall zeigt einmal mehr, dass mechanische Sicherungen und aufmerksame Augen – ob auf zwei oder vier Beinen – oft die effektivste Abschreckung gegen Gelegenheitsdiebe sind.

Quelle „LPD Wien“

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Von admin

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