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Die Teuerung im Euroraum hat im Oktober 2026 weiter angezogen. Während die Verbraucherpreise im Durchschnitt der 21 Euro-Länder um vier Prozent über dem Vorjahresniveau lagen, fiel der Anstieg in Österreich geringer aus.

Im europäischen Vergleich liegt Österreich damit im Mittelfeld, Deutschland verzeichnete zuletzt eine deutlich niedrigere Inflationsrate.

Österreich unter dem Durchschnitt der Eurozone

Laut der am Mittwoch veröffentlichten Schnellschätzung von Eurostat stieg die Inflationsrate im Euroraum von 3,8 Prozent im September auf 4,0 Prozent im Oktober. Österreich entwickelte sich hingegen etwas günstiger: Die nach EU-Methode berechnete Teuerung sank von 3,6 auf 3,5 Prozent.

Die nationale Berechnung von Statistik Austria weist für Oktober eine Inflationsrate von 3,6 Prozent aus. Die geringfügige Differenz zum EU-Wert ergibt sich aus den unterschiedlichen Berechnungsmethoden.

Damit liegt Österreich um einen halben Prozentpunkt unter dem Durchschnitt der Eurozone. Von einer Entspannung bei allen Preisen kann allerdings keine Rede sein, denn insbesondere die Energiekosten bleiben ein wesentlicher Faktor für die Teuerung.

Energie bleibt der größte Preistreiber

Im Euroraum verteuerte sich Energie im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,8 Prozent. Im September hatte der Anstieg noch 18,9 Prozent betragen. Damit fiel die Teuerung in diesem Bereich besonders kräftig aus.

Bei Dienstleistungen lagen die Preise im Euroraum um durchschnittlich 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich zusammen um 1,6 Prozent. Industriegüter ohne Energie wurden um 1,2 Prozent teurer.

Auch in Österreich zeigt sich die Bedeutung der Energiekosten deutlich. Nach Angaben von Statistik Austria stiegen die Energiepreise im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent. Bei Dienstleistungen betrug die Teuerung 4,1 Prozent. Die Preise für Lebensmittel, Alkohol und Tabak blieben hingegen insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres.

Große Unterschiede zwischen den Euro-Ländern

Der Blick auf die einzelnen Mitgliedsländer zeigt, wie unterschiedlich sich die Preise entwickeln. Deutschland konnte seine Inflationsrate von 3,3 Prozent im September auf 2,8 Prozent im Oktober senken und liegt damit deutlich unter dem österreichischen Wert.

In anderen Ländern fiel die Teuerung wesentlich stärker aus. Italien verzeichnete eine Inflationsrate von 5,6 Prozent, Belgien kam auf 5,2 Prozent. Noch höher lagen die Werte in Litauen mit 6,1 Prozent und Bulgarien mit 6,0 Prozent.

Die niedrigste Inflationsrate innerhalb der Eurozone meldete Malta mit 2,3 Prozent.

Österreich liegt somit zwar unter dem europäischen Durchschnitt, muss sich im Vergleich mit Deutschland aber weiterhin geschlagen geben. Da es sich um vorläufige Zahlen handelt, bleibt die Veröffentlichung der vollständigen Oktober-Daten durch Eurostat am 18. November 2026 abzuwarten.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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