Ein nächtlicher Raubüberfall in Wien-Ottakring endete für einen 40-jährigen Täter hinter Gittern, noch bevor er die Beute in Sicherheit bringen konnte. Dank der Geistesgegenwart eines Mitarbeiters klickten bereits kurz nach der Tat die Handschellen.
Bedrohung mit dem Küchenmesser
Die Szenerie in der Ottakringer Straße glich am späten Abend einem Kriminalfilm. Gegen 23.30 Uhr betrat ein maskierter Mann das Wettlokal. Mit einer Sturmhaube getarnt und einem massiven Küchenmesser bewaffnet, das eine Klingenlänge von 20 Zentimetern aufwies, ging er zielgerichtet auf das Personal zu. Er zwang einen 29-jährigen Angestellten unter massiver Androhung von Gewalt, den Tresor des Hauses zu öffnen.
Gefesselt aber geistesgegenwärtig
Nachdem der Räuber das gesamte Bargeld aus dem Safe an sich genommen hatte, versuchte er seine Flucht abzusichern. Er fesselte den Mitarbeiter mit Paketband an Händen und Füßen, um wertvolle Zeit zu gewinnen. Was der Täter zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte: Dem Opfer war es bereits während der Nötigung gelungen, unbemerkt den stillen Alarm auszulösen. Dieser diskrete Hilferuf setzte die Rettungskette in Gang, noch während der Überfall im Gange war.
Festnahme nach kurzer Verfolgungsjagd
Die Reaktionszeit der Exekutive erwies sich als entscheidender Faktor. Beamte des Stadtpolizeikommandos Ottakring trafen unmittelbar am Tatort ein, als der Verdächtige gerade die Flucht ergreifen wollte. Nach einer kurzen Verfolgung zu Fuß konnten die Polizisten den Mann stoppen und überwältigen. Bei der anschließenden Durchsuchung seines Rucksacks kam nicht nur die gesamte Beute zum Vorschein, sondern auch das Arsenal des Täters: Neben dem Messer führte der Mann einen Hammer sowie weiteres Paketband mit sich.
Ermittlungen durch Landeskriminalamt
Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 40-jährigen türkischen Staatsbürger. Er wurde wegen des Verdachts des schweren Raubes angezeigt und in polizeilichen Gewahrsam genommen. Der 29-jährige Mitarbeiter überstand den Vorfall glücklicherweise ohne körperliche Verletzungen, wird jedoch psychologisch betreut. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat hat das Landeskriminalamt Wien übernommen.
Fazit
Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie effektiv die Kombination aus moderner Sicherheitstechnik und dem mutigen Handeln geschulter Mitarbeiter funktioniert. Ein stiller Alarm und das rasche Eingreifen der Wiener Polizei verhinderten in diesem Fall, dass ein bewaffneter Krimineller mit seiner Beute entkommen konnte.
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