Nach monatelangen, verdeckten Recherchen und akribischer Spurensuche feiert das Landeskriminalamt Wien einen bedeutenden Fahndungserfolg.
Den Ermittlern der Außenstelle Zentrum/Ost gelang es, ein umfangreiches Netz aus illegalem Drogenhandel und organisierter Geldwäsche zerschlagen. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie hartnäckige Polizeiarbeit auch Jahre zurückliegende Straftaten ans Licht bringt.
Zugriff bei Fahrzeugkontrolle
Der entscheidende Zugriff erfolgte bereits am 14. Juli 2026 im Wiener Stadtgebiet. Die Fahnder stoppten das Fahrzeug eines 60-jährigen kroatischen Staatsbürgers und machten dabei einen spektakulären Fund. Im Wagen entdeckten die Beamten rund 45 Kilogramm Cannabiskraut sowie 56.000 Euro in bar. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Festgenommene umgehend in eine Justizanstalt eingeliefert, wo er sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet.
Suchtgifthandel über Jahre
Die Festnahme markierte jedoch nur den Anfang der Ermittlungen. Im Zuge akribischer Detailarbeit rekonstruierten die Beamten der Außenstelle Zentrum/Ost die Kriminalgeschichte des Beschuldigten. Dabei wiesen sie dem 60-Jährigen nach, bereits in den Jahren 2020 und 2021 im großen Stil mit illegalen Substanzen gehandelt zu haben. Konkret geht es um die Weitergabe von rund 20 Kilogramm Kokain und sechs Kilogramm Amphetamin. Auch im Juni 2026 soll er mit weiteren 40 Kilogramm Cannabiskraut geschäfelt haben.
Verdacht der Geldwäsche
Neben dem großflächigen Drogenhandel werfen die Ermittler dem Mann schwere Finanzdelikte vor. Im Zeitraum von Mai bis Juli 2026 soll er insgesamt 350.000 Euro Bargeld schleust und weitergegeben haben, um die illegalen Gewinne zu waschen. Bei den Vernehmungen zeigte sich der Tatverdächtige zu den ihm zur Last gelegten Vorwürfen bereits großteils geständig.
Dieser Ermittlungserfolg stellt einen spürbaren Dämpfer für die organisierte Kriminalität in der Bundeshauptstadt dar. Das Zusammenspiel aus präziser Vorbereitung, der Festnahme auf frischer Tat und der konsequenten Aufarbeitung vergangener Delikte demonstriert die Handlungsfähigkeit der Wiener Exekutive im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel.
Quelle „LPD Wien“
Sicherheit und Durchblick für Österreich