Nach stundenlangen Krisengesprächen der SPÖ-Spitzenpolitiker am Sonntag in Wien steht fest: Andreas Babler bleibt vorerst im Amt des Parteichefs.
Allerdings bekommt der Vorsitzende ein neues Führungsduo an die Seite gestellt. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Klubobmann Philip Kucher werden ihn künftig unterstützen.
Umfragetief erzwingt Weichenstellungen
Hintergrund der Beratungen im Wiener Rathaus und im Hotel Steigenberger ist ein anhaltendes Umfragetief der Partei. Nach dem historisch schlechtesten Wahlergebnis von 21,1 Prozent unter Andreas Babler liegt die SPÖ in aktuellen Sonntagsfragen nur noch bei rund 15 Prozent. Die Beratungen der neun roten Länderchefs sowie weiterer Parteigranden galten bereits vor dem Treffen als richtungsweisende Weichenstellung für die Partei.
Reformprozess und künftige Übergabe
Das Amt des Vizekanzlers sowie sein Ministeramt soll Andreas Babler nach vorliegenden Informationen zum Jahresende abgeben. Als möglicher Nachfolger in der Regierungsfunktion gilt Finanzminister Markus Marterbauer. Ein umfassender inhaltlicher und personeller Reformprozess soll den Weg zu einem Parteitag Anfang 2027 ebnen, auf dem die Weichen für die künftige Führung und den inhaltlichen Kurs neu gestellt werden.
Quelle „heute.at“
AustriaAktuell.at – Verlässliche Orientierung in turbulenten politischen Zeiten.