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Österreicherinnen, Österreicher und Touristen verzichten trotz der Teuerung nicht auf Hotel- und Restaurantbesuche, wie eine neue Studie der Nationalbank zeigt.

Die Preise in Hotels und Gasthäusern sind im Jahresvergleich um 6,1 Prozent gestiegen. Damit ist die Branche für ein Sechstel der gesamten Inflationsrate verantwortlich. Seit 2019 summieren sich die Preissteigerungen bei Hotels und Gastrobetrieben auf 47 Prozent.

Den Betrieben selbst wird die Schuld daran allerdings nicht gegeben, da sie unter höheren Kosten für Personal, Energie und Vorprodukte leiden. Trotz des Booms und der höheren Einnahmen lag die reale Wertschöpfung im Vorjahr um zwölf Prozent unter dem Wert von 2019. Wirten und Hoteliers bleibt am Ende weniger Geld.

Verschiebungen bei der Nachfrage

Die höheren Preise haben sich aus Sicht der Kunden an die Nachfrage angepasst. Zwar sparen Gäste bei Übernachtungen oder verzichten in der Gastronomie auf zusätzliche Getränke und Nachspeisen, bestimmte Sparten verzeichnen dennoch Zuwächse. Ferienwohnungen profitierten mit einem Plus von 84 Prozent stark. Während 4- bis 5-Sterne-Betriebe leicht zulegten, verzeichneten einfache Hotels ein Minus von zwölf Prozent.

In der Gastronomie haben klassische Wirtshäuser und Restaurants mit geringeren Einnahmen zu kämpfen. Besser schneiden Pizza- und Burgerketten, Imbissstände sowie Betriebe mit Lieferservice ab.

Hotelvereinigung fordert Entlastung

Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung, betont, dass die Betriebe die hohen Preise selbst nicht wollen. „Aber wir sind die Getriebenen“, so Veit. Als Ursachen nannte er stark gestiegene Kosten, strukturelle Nachteile bei der Produktivität und hohe Investitionen in die Qualität.

Um die Inflation einzudämmen, fordert der Branchen-Chef eine Senkung der Kosten für Betriebe. Als Maßnahmen nennt Veit die Senkung der Lohnnebenkosten und der Steuern auf Arbeit, Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung, Energieeffizienz und Mitarbeiterunterkünfte sowie eine Reduzierung von Abgaben, Energie- und Lebensmittelkosten und einen Abbau der Bürokratie.

Quelle „heute.at“

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Von admin

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