Wien/Westbalkan Die Aufhebung der US-Sanktionen gegen Milorad Dodik, den ehemaligen Präsidenten der Republika Srpska, hat in der österreichischen Politik eine Debatte ausgelöst. Die FPÖ sieht darin einen klaren Handlungsauftrag an die Bundesregierung in Wien, das bestehende Einreiseverbot für Dodik unverzüglich aufzuheben.
Tufegdzic: Keine Grundlage mehr für Einreiseverbot
Der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete Ilija Tufegdzic betonte in einer aktuellen Stellungnahme die Wende der Vereinigten Staaten und deren Signalwirkung. „Wenn selbst die Vereinigten Staaten ihre Sanktionen gegen Milorad Dodik aufgehoben haben, dann gibt es keinerlei Grundlage mehr, dass Österreich weiterhin an einem Einreiseverbot für den ehemaligen Präsidenten der Republik Srpska festhält“, so Tufegdzic.
Kritik an „blinder Übernahme“ von Entscheidungen
Scharfe Kritik übt die FPÖ an der aktuellen österreichischen Außenpolitik. Tufegdzic mahnt, die Bundesregierung müsse aufhören, „fremde politische Entscheidungen blind zu übernehmen“. Stattdessen fordert er eine „eigenständige Außenpolitik“, die primär den Interessen der österreichischen Bürger und regionalen Partner dient.
Dialog als Weg zur Stabilität
Die Aufrechterhaltung des Einreiseverbots sei sachlich nicht zu begründen und widerspreche dem Dialogprinzip, welches für die Stabilität und Entwicklung des Westbalkans als unverzichtbar gilt, so der FPÖ-Politiker. Die Freiheitliche Partei verficht seit Jahren die Ansicht, dass nur Gespräche mit allen legitim gewählten Vertretern der Region – unabhängig von parteipolitischen oder geopolitischen Vorgaben – der Weg zu Stabilität und gegenseitigem Respekt sein können.
Ausgrenzung gefährdet den Frieden
Ilija Tufegdzic sieht in der fortgesetzten Isolation ein Sicherheitsrisiko. Er schließt mit der eindringlichen Warnung: „Wer Menschen ausgrenzt, mit denen man eigentlich reden müsste, gefährdet den Frieden in der Region und das Vertrauen in Europa.“
Die Aufhebung der Sanktionen durh die USA setzt Österreich unter Zugzwang, das Einreiseverbot für Milorad Dodik zu überdenken. Die FPÖ fordert über Ilija Tufegdzic eine Abkehr von der bisherigen Linie hin zu einer eigenständigen, dialogorientierten Außenpolitik gegenüber dem Westbalkan, um Stabilität und Vertrauen in der Region zu fördern.
Quelle „FPÖ Wien Rathausklub“
Österreich muss Brücken bauen, nicht Mauern.
