Ein massiver Waldbrand hat am Sonntag die Gemeinde Krumbach in Niederösterreich in Atem gehalten.

Auf einer Fläche von rund einem Hektar breiteten sich die Flammen im bewaldeten Terrain aus und forderten den Großeinsatz zahlreicher Rettungskräfte. Dank des raschen und koordinierten Vorgehens der Feuerwehren konnte eine Katastrophe größeren Ausmaßes verhindert werden.

Alarmstufe in der Buckligen Welt

Gegen Mittag schrillten in der Region die Sirenen. Was als kleinerer Brandherd begann, entwickelte sich aufgrund der trockenen Vegetation rasch zu einem ernstzunehmenden Waldbrand. Insgesamt 13 Freiwillige Feuerwehren eilten zum Ort des Geschehens, um die Flammen einzudämmen. Unter der Leitung der örtlichen Kommandantur wurde umgehend ein umfassender Löschangriff gestartet. Da sich die Einsatzstelle in schwer zugänglichem Gelände befand, stellte die Wasserversorgung die größte Herausforderung dar.

Logistische Meisterleistung der Wehren

Um ausreichend Löschwasser an die Brandfront zu bringen, richteten die Einsatzkräfte einen intensiven Tankpendelverkehr ein. In unermüdlicher Abfolge transportierten die Tanklöschfahrzeuge das kostbare Nass von den nächstgelegenen Hydranten direkt zum Waldrand. Neben den lokalen Kräften aus Krumbach, Weißes Kreuz, Hochneukirchen, Gschaidt, Maltern, Bad Schönau und Aigen waren auch die Feuerwehren aus Kirchschlag in der Buckligen Welt, Ungerbach, Lichtenegg, Hollenthon und Stickelberg vor Ort. Sogar die steirischen Kollegen aus Götzendorf rückten zur nachbarschaftlichen Hilfeleistung an.

Spezialisten und Rettungsdienst vor Ort

Unterstützt wurden die örtlichen Wehren von der spezialisierten Waldbrandgruppe des Bezirksfeuerwehrkommandos, die mit speziellem Equipment für solche Szenarien ausgerüstet ist. Während der intensiven Löscharbeiten kam es leider zu einem Zwischenfall, bei dem ein Feuerwehrmitglied leicht verletzt wurde. Die Sanitäter des Roten Kreuzes übernahmen die Erstversorgung vor Ort. Auch die Polizei war präsent, um die Einsatzwege abzusichern und erste Ermittlungen zur Brandursache aufzunehmen.

Mühsame Nachlöscharbeiten bis in die Nacht

Obwohl der Brand am Nachmittag unter Kontrolle gebracht werden konnte, ist die Gefahr noch nicht gänzlich gebannt. Die 220 Florianis sind aktuell mit zeitintensiven Nachlöscharbeiten beschäftigt. Dabei müssen Glutnester im Waldboden händisch freigelegt und abgelöscht werden, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Laut Einsatzleitung werden diese Arbeiten voraussichtlich bis tief in die Nachtstunden andauern, da die thermische Belastung im Boden weiterhin hoch ist.

Der Waldbrand in Krumbach hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die überregionale Zusammenarbeit der Feuerwehren ist. Durch den massiven Personaleinsatz und die logistische Präzision beim Wassertransport konnte der Schaden auf einen Hektar begrenzt werden. Die Bucklige Welt entging dank der Schlagkraft ihrer freiwilligen Helfer nur knapp einer größeren Waldzerstörung.

Quelle „heute.at“

Österreich im Fokus – Fakten, die bewegen.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert