Ein Gigant der amerikanischen Meere sorgt derzeit an der kroatischen Adria für massives Aufsehen.
Die USS Gerald R. Ford, das größte Kriegsschiff der Welt, hat überraschend vor der malerischen Kulisse von Split festgemacht. Wo sonst Urlaubsträume wahr werden, dominiert nun grauer Stahl den Horizont und zieht alle Blicke auf sich.
Brand bricht im Wäschereiraum aus
Hintergrund des unvorhergesehenen Stopps ist ein Zwischenfall auf hoher See. Wie das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) offiziell bestätigte, brach am 12. März während des laufenden Einsatzes ein Feuer an Bord aus. Das US-Zentralkommando (Centcom) gab jedoch schnell Entwarnung bezüglich der Ursache.
Der Brand entstand in einem Wäschereibereich des Schiffes und steht in keinem Zusammenhang mit Kampfhandlungen. Dennoch waren die Auswirkungen spürbar. Rund 600 Seemänner verloren vorübergehend ihre Quartiere, zwei Besatzungsmitglieder mussten mit leichten Verletzungen medizinisch behandelt werden.
Kampfkraft bleibt trotz Schaden intakt
Trotz des Feuers im Bauch des Giganten blieb der Flugzeugträger laut einem Bericht von n-tv.de voll einsatzfähig. Nach einem kurzen Zwischenstopp vor der griechischen Insel Kreta steuerte die Besatzung nun den Hafen von Split an, um notwendige Reparaturen durchzuführen und die Logistik neu zu ordnen.
Ich sitze auf der Terrasse meines Vaters in der Nähe von Split. Vor mir die Adria, dahinter die Inseln, und mittendrin liegt sie: die USS Gerald R. Ford.
— 💙💛 Regina Laska (@Sunnymica) March 29, 2026
Der Espresso ist noch heiß, während ich auf das teuerste Kriegsgerät der Menschheitsgeschichte blicke.
13 Milliarden… pic.twitter.com/VuBLvSvbLL
Die Dimensionen dieses Kolosses sind schier atemberaubend. Mit einer Länge von stolzen 333 Metern bricht das Schiff alle Rekorde. Angetrieben von einem hochmodernen Atomreaktor bietet die USS Gerald R. Ford Platz für bis zu 90 Kampfflugzeuge und Hubschrauber sowie eine Besatzung von rund 4600 Personen.
Einsatz im Rahmen von Epic Fury
Das nach dem 38. US-Präsidenten benannte Schiff hatte seinen Heimathafen Norfolk im Juni des vergangenen Jahres verlassen. Seit Ende Februar ist der Träger aktiv in die Operation Epic Fury eingebunden, die Luftangriffe gegen Ziele im Iran umfasst. Die Reparaturpause in Kroatien wird von Militärexperten daher genauestens beobachtet.
Der ungeplante Besuch der USS Gerald R. Ford in Split ist ein faszinierendes Schauspiel, das die geopolitische Realität direkt an die Urlaubsstrände der Adria spült. Trotz des Brandes im Inneren demonstriert die US-Marine hier eindrucksvoll ihre logistische Flexibilität. Für Einheimische und Touristen bleibt der Anblick des Giganten ein unvergessliches Erlebnis, während die Reparaturcrews im Hintergrund Hochdruck arbeiten.
Quelle „heute.at“
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