Nach der Debatte über die Paketsteuer gerät in Österreich die nächste Abgabe ins Visier. Der Vorstand des Wiener Flughafens, Günther Ofner, fordert eine Halbierung der Ticketsteuer, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern.

Kritik am Standort Wien

Der Chef des Flughafen Wien zeigte sich besorgt über sinkende Passagierzahlen sowie den Abzug von Billigfluglinien. Als Hauptgrund nennt Ofner die hohen Standortkosten und kritisiert die aktuelle Flugabgabe als Nachteil gegenüber dem nahen Flughafen Bratislava. Da die Slowakei ihre Ticketsteuer abgeschafft hat, können Fluggesellschaften dort zu günstigeren Bedingungen operieren.

Derzeit beläuft sich die Abgabe in Österreich auf zwölf Euro pro Ticket, während für Kurzstrecken bis 350 Kilometer 30 Euro fällig werden. Laut Ofner würde eine Halbierung der Steuer dem Staat letztlich höhere Einnahmen bringen, da eine steigende Passagierzahl die wirtschaftliche Aktivität und die Beschäftigung ankurbeln würde.

Politischer Abstimmungsbedarf

In der Regierungskoalition stoßen die Forderungen auf unterschiedliche Reaktionen. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) zeigte sich gesprächsbereit hinsichtlich einer Stärkung der Standortqualität, verwies jedoch auf die vorhandenen budgetären Spielräume. Aufseiten der SPÖ sowie beim designierten Finanzminister Markus Marterbauer erhöht sich damit der Handlungsdruck bezüglich der künftigen Abgabenpolitik.

Eine Herabsetzung der Flugabgabe bleibt angesichts allgemeiner Konsolidierungsmaßnahmen im Budget umstritten, da das finanzielle Gesamtergebnis einer Tarifsenkung ungewiss ist.

Izvor“heute.at“

Flugabgaben bleiben ein zentrales Thema der heimischen Standortpolitik.

Von admin

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