Die Erledigung von behördlichen Angelegenheiten für Angehörige oder Unternehmen wird in Österreich durch den Einsatz digitaler Vollmachten vereinfacht.

Über die ID Austria können bevollmächtigte Personen behördliche Schritte und Online-Dienste im Namen anderer wahrnehmen, ohne deren Zugangsdaten nutzen zu müssen.

Eigenständige Identifikation bei Vertretungen

Bei der Nutzung einer digitalen Vollmacht weisen sich Vertretende mit ihrer eigenen ID Austria aus. Die Vollmacht dient dabei als Zusatzinformation, die dokumentiert, für wen die Handlung durchgeführt wird. Welcher Handlungsspielraum im Einzelfall besteht, hängt vom jeweiligen Online-Portal und der konkret erteilten Berechtigung ab.

Für Vertretungen im privaten Bereich steht das ID-Austria-Service „Meine Vollmachten“ zur Verfügung. Dort lassen sich Vollmachten verwalten, erteilen oder widerrufen. Laut dem Vertrauensdiensteanbieter A-Trust ist hierfür auf beiden Seiten eine ID Austria oder eine entsprechende elektronische Identität eines EU-Mitgliedstaates erforderlich. Auch die digitale Vertretung von Unternehmen ist abgedeckt, etwa durch gesetzliche Vertretungen aus Registereinträgen oder Bevollmächtigungen über das Unternehmensserviceportal.

Einsatzbereiche und Transparenz

Eingesetzt werden können digitale Vollmachten unter anderem bei Plattformen wie JustizOnline, ELGA, der elektronischen Zustellung, ausgewählten Angeboten der Sozialversicherung sowie der Agrarmarkt Austria. Bei JustizOnline ermöglicht dies beispielsweise die elektronische Akteneinsicht oder das Einreichen von Eingaben. Bei ELGA betrifft es Anwendungen der elektronischen Gesundheitsakte. Voraussetzung bleibt stets, dass der jeweilige Dienst eine Vertretungsfunktion vorsieht.

Das System ist so aufgebaut, dass Nutzer sich zuerst mit dem eigenen Profil anmelden und danach die zu vertretende Person oder Firma auswählen. Markus Vesely, CEO der A-Trust GmbH, betont, dass es entscheidend sei, auch digital eindeutig nachvollziehbar zu halten, wer handelt und auf welcher Grundlage eine Vertretung erfolgt.

Die digitale Vollmacht schafft somit eine transparente Grundlage für die Stellvertretung im Internet und erleichtert organisatorische Abläufe im Alltag sowie im Berufsleben.

Izvor „heute.at“

Sicher und transparent durch den digitalen Alltag.

Von admin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert