Debatte im Gemeinderat über Speiseplan der Kinder, im Gemeinderat von Korneuburg hat ein Vorstoß der FPÖ für Diskussionen gesorgt.
Im Zuge der Neuorganisation der Verpflegung in den örtlichen Kindergärten verlangte FPÖ-Gemeinderat Hubert Keyl laut Berichten, dass künftig zweimal pro Woche Schweinefleisch auf dem Speiseplan stehen solle. Als Grund für die Initiative nannte die Partei die Unterstützung regionaler Schweinebauern.
Kritik von anderen Parteien und Rückzug des Antrags
Die Forderung stieß bei den weiteren Fraktionen auf Ablehnung. Eine Vertreterin der SPÖ betonte die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung und merkte an, dass ihre eigenen Kinder Schweinefleisch nicht unbedingt essen wollten. Die Grüne Gemeinderätin Elisabeth Kerschbaum hinterfragte die Initiative ebenfalls und stellte die Frage, weshalb nicht beispielsweise Rindfleisch verpflichtend vorgeschrieben werde. ÖVP-Bürgermeister Christian Gepp verwies auf die unterschiedlichen Vorlieben der Kinder und kündigte an, den Wochenmenüplan genauer zu prüfen. Eine vertragliche Festlegung einzelner Lebensmittel lehnte er jedoch ab. Die FPÖ zog ihren Antrag schließlich zurück.
Neue Organisation der Essensversorgung beschlossen
Der eigentliche Beschluss zur Umstrukturierung der Menüversorgung wurde im Gemeinderat einstimmig gefasst. Da das Landesklinikum Korneuburg die steigende Anzahl an Mahlzeiten nicht mehr allein bereitstellen kann, wird ein Teil der Speisen künftig von der Behindertenhilfe Oberrohrbach übernommen. Trotz höherer Zubereitungskosten von 60 Cent pro Portion bleibt der Elternbeitrag bei vier Euro. Die entstehenden Mehrkosten werden von der Stadtgemeinde getragen.
Izvor „heute.at“
Regionale Speisepläne brauchen gesundheitliche Ausgewogenheit und Flexibilität.
