Nächtlicher Schock in Wien. Eine 24-jährige Wienerin erlebte in ihrem idyllischen Einfamilienhaus an der Alten Donau in der Nacht auf den 24. Juni eine absolute Horrornacht.
Gegen 3.50 Uhr morgens erwachte die junge Frau im Halbschlaf, als sie eine Berührung an ihrem Oberkörper und Arm spürte. In der Annahme, es handele sich um eine liebevolle Geste ihres Ehemannes, öffnete sie die Augen – und blickte in der Dunkelheit direkt in die Silhouette eines völlig fremden Mannes, der neben ihrem Bett stand und sie zärtlich streichelte.
Flucht nach lautem Aufschrei
Als die Bewohnerin die bedrohliche Situation realisierte und laut aufschrie, brach der Unbekannte die Tat sofort ab. Laut einem Bericht der „Krone“ ergriff der Täter umgehend die Flucht und verschwand spurlos aus dem Gebäude. Die geschockte Frau alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Eine umgehend eingeleitete Großfahndung der Bundespolizei, bei der unter anderem auch ein Polizeihubschrauber zur Luftunterstützung eingesetzt wurde, verlief in den frühen Morgenstunden jedoch ergebnislos.
Einstieg durch gekipptes Fenster
Nach den ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei verschaffte sich der Serientäter oder Einbrecher offenbar über ein gekipptes Fenster im Erdgeschoß des Hauses Zutritt zu den Wohnräumlichkeiten. Besonders skurril und rätselhaft bleibt für die Ermittler bislang das genaue Motiv des Mannes: Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde aus dem Haus absolut nichts gestohlen, was die Vermutung eines reinen Raubdeliktes in den Hintergrund rücken lässt.
Polizei warnt die Nachbarschaft
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Verdächtige erneut zuschlägt oder in der Nachbarschaft weitere Häuser auskundschaftet, sind die Anrainer im betroffenen Wohnviertel an der Alten Donau zutiefst alarmiert und besorgt. Thomas Peterthalner berichtet über die aktuelle Lage vor Ort, während das Landeskriminalamt Wien den Fall mit Hochdruck verfolgt. Ein offizieller Polizeisprecher bestätigte gegenüber dem Nachrichtenportal „Heute“, dass die Ermittlungen des Landeskriminalamts Wien, Außenstelle Nord, wegen des Verdachts des versuchten Einbruchsdiebstahls auf Hochtouren laufen.
Keine detaillierte Täterbeschreibung
Die Identifizierung des Täters gestaltet sich derweil äußerst schwierig. Da es im Schlafzimmer zum Tatzeitpunkt komplett dunkel war, konnte das Opfer das Gesicht des Mannes nicht genau erkennen. Von Seiten der Landespolizeidirektion heißt es dazu, dass gegen einen bislang unbekannten Täter ermittelt wird und zum aktuellen Zeitpunkt leider keine detaillierte Personenbeschreibung vorliegt. Die Exekutive bittet die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit und die konsequente Sicherung von Fenstern und Türen.
Der Vorfall an der Alten Donau zeigt auf erschreckende Weise, wie schnell ein gekipptes Fenster im Sommer zur Sicherheitslücke werden kann. Dass der Täter trotz Hubschraubereinsatz entkommen konnte und sein Motiv völlig im Dunkeln liegt, hinterlässt bei den Anwohnern ein tiefes Gefühl der Verunsicherung. Für die Ermittler des Landeskriminalamts Nord bleibt der Fall ein Wettlauf gegen die Zeit, um weitere Vorfälle zu verhindern.
Quelle „heute.at“
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